Mittwoch, 20. Mai 2015

Morgenanalyse - Das Trainingstagebuch #3

Hallo!

Endlich endlich endlich ist bei uns auch mal der Regen angekommen um den, bzw. zu dem einer meiner nächsten Blogbeiträge sein soll
ABER ich habe es verpasst gewissen Vorarbeit zu leisten und komme heute auch nicht dazu, demnach folgt der Beitrag - vermutlich- wenn wieder schönes Wetter ist ;-)

Ich werde Euch also nochmal mit einer Beschreibung eines meiner Spaziergänge langeweilen ;-)

Gestern abend war es einfach, wir hatten das Auto vor der Tür gepackt, Lyko reingesetzt und sind dann ans Feld gefahren. Dort und ohne Leine ist Lyko wie ausgewechselt, er ist verträglich, horcht 1A und ist  gut zu handeln.

Aber heute morgen, war es wieder schwierig, obwohl ich es zu den doch "besseren" Spaziergängen zähle.

Wir haben wie üblich das Haus verlassen, ich vor Hund und dann er, konnten ohne Vorfall aus der Siedlung (so nenne ich das Viertel mit den 36 nah aneinander gebauten Reihenhäusern) raus, in eine Querstraße. Bis dahin haben wir normalerweise schon die erste Katzenbegegnung, aber die blieb heute aus.
An der Querstraße dann muß er absitzen, ich gucke - mit deutlicher Körpersprache die Straße rauf und runter, aber heute morgen keine Spur von Fußgängern, Radfahrern oder Joggern.
Das nächste ist dann ein Grundstück, bei dem hinter dem Hoftür morgens bereits zwei Hunde Krawall machen. Lyko weiß um sie und krawallt dann gerne mit
Er spannt schon an, wenn wir in die Richtung gehen und obwohl ich auf der anderen Straßenseite laufe, ihn  durch mich und geparkte Autos trenne, geht er gerne los.
Heute morgen waren die Hunde- oh Wunder- mal nicht draußen und somit mußte Lyko kein Krawall mitmachen.
 Er lief weiter und wurde dann auch ruhiger.
Wir kamen an die ersten Kreuzung die es zu überqueren gilt.
Er muß ein Stück von  Bordstein hinten sitzen, dass er durch eine Hauswand abgeschirmt ist und nicht in die Straße gucken kann, ich gehe vor, schaue wie vorhin schon beschrieben, körperlich rechts und links und wenn alles leer und frei ist darf er mit "Fuß" weiter.
 Auch hier kamen wir ohne Zwischenfälle bis zur nächsten Kreuzung, da dasselbe Prozedere, nur wollte er da nicht sitzen.
Ich "diskutierte" mit ihm, wollte meinen Befehl durchsetzen, als ich von hinten, aus der Richtung aus der wir kamen, eine Mofa anfahren hörte.
Mofas mag Lyko nicht. Ich schirmte ihn also gut möglichst mit dem Körper ab, und versuchte ihn weiterhin ins Sitz zu bringen.
Blöd, denn statt das durchzusetzen, hätte ich doch lieber Leckerchen zücken sollen und ihn die Fressen lassen, denn er nahm das Geräusch wahr und als das Mofa an uns vorbeifuhr und eben an der Ecke, an der wir standen abbog, versuchte Lyko an mir vorbei das Gefährt anzuspringen.
Ich nahm ihn kurz, blockierte ein Vorspringen mit meinem Körper, aber ein "WUFFWUFF" konnte ich nicht verhindern.
Als Mofa weg war, forderte ich ein weiteres Mal das "Sitz" ein, was dann auch klappte, er bekam dafür eine Belohnung und konnten weiterlaufen...

Wir schlagen dann einen Bogen und kommen an einer Grünfläche vorbei, bei der sich Lyko meist löst, ABER dort war eine Katze.
Ich wechselte die Straßenseite, konnte aber ein wütendes Bellen nicht verhindern.
Auf der anderen Straßenseite, sah ich dass die Katze sich auf ein Gelände in Sicherheit brachte.
Ich wartet also dass sie außer Sicht war, ging wieder auf die ursprüngliche Straßenseite und  dort  nahm Lyko die Geruchsspur auf...
Er merkte zwar dann dass sie weg war, aber unser Ziel, dass er sich löst war trotzdem vergessen.

Wir kamen also zurück und wieder an einer Kreuzung, wo recht lebhafter Verkehr herrschte
Ich brachte Lyko ins Sitz, stellte mich vor ihn, blockiert ein Vorspringen mit einem Bein und das erste Auto konnte ungehindert passieren, das zweite war ein LKW und da versuchte Lyko hinzuspringen, was ich durch kurze Leine und die Beinstellung unterband. Immhin blieb er still.
Als die Kreuzung frei war, liefen wir weiter und es uns kam ein Auto entgehen.
Ich bog präventiv in eine Hofeinfahrt ein, bei der die Sicht auf das herannahende Auto durch eine hohe Hecke verhindert wurde und streute Futter...
Als dann aber das Fahrzeug auf gleicher Höhe war, wollte Lyko dann aber doch drauf los, ich hielt ihn fest, machte ihn auf das am Boden liegende Futter aufmerksam und als das Auto vorbei war, begangen wir uns wieder auf den Fußweg und konnten ohne weiter Zwischenfälle den restlichen Heimweg antreten.

Die Zeitpanne für die morgendlichen Spaziergänge ist 20 Minuten.

Gruß Silke + Lyko

Kommentare:

  1. Ich lese ja schon einige Zeit mit und bewundere, dass Du so offen schreibst, wie es mit Dir und Lyko läuft. Ich lese die ganzen Mühe, die Probleme, die Rückschläge. Ich finde es toll, dass Du dranbleibst, nicht aufgibst. Und wie viel Du mit ihm machst. Doch bin ich froh, dass es bei uns leichter läuft. Ich weiß nicht, ob ich die Kraft hätte.
    Lyko hat es verdient, das steht außer Frage, aber ich finde das schon anstrengend konsequent zu bleiben, nie entspannt einfach mal Gassi gehen….

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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  2. Hallo Sabine!

    Diese Beiträge dienen ja auch mir, damit ich einfach an schlechten Tagen auch mal nachlesen kann wie es sonst gelaufen ist und vielleicht dabei sehe, dass es mehr "gute" als "schlechte" Tage gab.
    Es soll anderen Hundehaltern, die hoffentlich hier mitlesen Mut machen und sie aufbauen, dass es nicht nur überall gut läuft. Ich habe mir in der Stadt "Bewußt" keinen der ein Problem mit seinem Hund hat, an dem er arbeitet... und so fühlt man sich teilweise echt "alleine" mit seinem schwieirigen Hund.

    Ein Hund der aber folgsam ist, verträglich ist und pflegeleicht wäre mir auf Dauer vermutlich zu langweilig. Ich will mit meinem Hund arbeiten und behaupte ein "erarbeitet" Vertrauen ist einfach doppelt so schön, als wenn es einfach nur wächst...

    Liebe Grüße
    Silke + Lyko

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    1. Hallo Silke,

      jetzt musste ich erst mal schlucken. Deine Zeilen überraschen mich etwas, etwas sehr. Ein folgsamer Hund, der hört und pflegeleicht ist, ist zu langweilig?

      Warum arbeiten dann die Hundebesitzer alle hart für dieses Ziel?

      Und mit einem solchen Hund könnte man dann vielleicht andere spannenden Sachen machen, wie Hundesport, Mantrailing, so dass keine Langeweile aufkommt.

      Sicher - da stimme ich Dir zu - ist man besonders stolz, wenn man einem problematischen Hund helfen kann. Die Wertung, dass die Bindung dann doppelt schön ist, wage ich zu bezweifeln.

      Socke ist ein kranker und ich glaube auch, dass dies eine besondere Form von Bindung schafft. Dennoch liegt es mir fern diese als schöner oder dergleichen zu bewerten und schon gar nicht wünsche ich anderen Hundehaltern kranke Hunde.

      Ich hoffe, Du verstehst, was ich sagen will und bist auch an einem Austausch interessiert. Von letzterem gehen ich aufgrund der Kommentierfunktion aus.


      Ich will Dir sicher nicht zu nahe treten, aber Dein Kommentar macht mich sehr nachdenklich.

      Viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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    2. Hallo Sabine!

      Kannst du mir mal deine Email Adresse geben, das ist ein sehr komplexes Thema und ich kann mit zahlreichen Beispielen aus meiner Erfahrung mit 3 Hunden (einer pflegeleicht und zwei Problemhunden) meine Aussage etwas verdeutlichen.
      Ich wollte meine Aussage auf keinen Fall "negativ" ausdrücken... aber näheres erläutere ich Dir gerne in einer Email...

      Gruß Silke

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    3. Hallo Silke,

      Dein Angebot ist lieb, aber ich glaube nicht, dass Du mir irgendetwas erklären solltest. Und wenn sollten alle Leser diese Gründe kennen. Du hast Deine Erfahrungen gemacht und wirst Deine Gründe haben. Ich hingegen habe kein Recht, irgendetwas zu bewerten. Also, lass gut sein. Du hast Deine Meinung, die Dir zu steht und es ist nicht mein Anliegen, Deine Meinung zu ändern. Ich war nur etwas überrascht, werde Deine Meinung aber respektieren.

      Meine E-Mail-Anschrift bekommst Du dennoch
      einfachsocke@gmail.com

      Viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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