Mittwoch, 8. Juli 2015

Artikel im Internet ...

... über den sich vermutlich die Geister scheiden:

Über vermenschlichte Hunde und verhundzte Menschen


Ich mach dann mal ein Fass auf, denn ich bin auch verhundzt, oder vemenschliche meinen Hund, oder doch nicht?

Folgendes:
Meine Schwester hat panische Angst vor Hunden, seit sie als junges Mädchen im Kinderbuggy sitzend von einem Schäferhund angesprungen wurde.

Da ich seit 15 Jahren immer nur Schäferhunde habe, mußte sie da einiges mitmachen,  ABER sie ist tapfer;-)
Eika war so eine Seele, mit ihr ist sie sogar spazierengegangen, 
Lyko vor dem viele Angst hatten, hat sie gestreichelt, aber Lyko, ist der erste unberechenbare Hund, bei dem ich etwas skeptisch bin.
Seit wir ihn haben, war meine Schwester einmal da und ich habe meinen Mann während ihres Besuchs mit Lyko Gassi geschickt.
Lyko springt nämlich Gäste an und ist ziemlich aufdringlich und macht auch schon beim Klingeln an der Tür Rambazamba.

War mein Verhalten nun "verhundzt" oder vermenschlicht?

Ich würde glaube ich auch, wenn meine Schwester käme und ich nicht die Möglichkeit hätte, ihn Gassi zu schicken, ihn aus dem Zimmer sperren, oder z.B. in einen Raum sperren würde.
Es geht hier nicht um STUNDEN, aber eben für eine Weile. Ist das nun verhundzt oder vermenschlicht?
Alternativ dazu könnte ich mich mit Gästen, nehmen wir Parradebeispiel meine Schwester uns auch an einem anderen Ort treffen: Kaffe, Gaststätte, etc.

Als Lutz noch lebte, waren wir auf einer Familienfeier bei meiner Schwester eingeladen.
Fernbleiben war nicht möglich, da wir als Pateneltern an der Konfi einfach anwesend sein mußten!
Ich hatte eine LANGE Diskussion vorher mit ihr wegen dem Hund.
Zu Hause lassen konnten wir ihn nicht, wir waren den ganze Tag  150 km weit entfernt und konnten den Hund niemanden den Tag überlassen.
Das nur einer von uns an der Feier teilnehmen würde, wurde kategorisch abgelehnt.
Im Auto lassen konnten wir nicht, es war sehr heiß an dem Tag.

Gut während dem Gottesdienst wechselten wir uns ab, bei dem Hund zu bleiben, dann gingen wir zu Fuß zum Lokal, wo Lutz mitdurfte. Der andere von uns fuhr mit dem Auto vor.
Dann wurde ein ausgiebiger Spaziergang vom Lokal zu meiner Schwester nach Hause gemacht, wo ein Zimmer für den Hund präpariert war: ein heller Raum, der auf der Schattenseite und somit kühl war, es war eine Wasserschüssel vorhanden und Lyko bekam eine Hundedecke hingelegt und konnte sich dort ausruhen.
Nach dem Kaffetrinken, also knapp eine Stunde nach dem Ausgiebigen Spaziergang vom Lokal zum Haus meiner Schwester gab es einen  Verdau-Spaziergang über die Felder und Lutz war natürlich dabei. 
Danach mußte er nochmal in den Raum, durfte dort wieder ruhen, schlafen, hatte was zu kauen und wir fuhren, dann 1,5 Stunden später nach Hause.

Übernächstes WE feiert meine Mutter ihren 75. Geburtstag.
Da kann man nicht fernbleiben und sie hat sogar DREIMAL die Lokalität gewechelt, da mit auch wirklich wir MIT Hund dabei sein können UND wir ein  Zimmer buchen konnte, wo wir den Hund hinbringen, wenn es für ihn oder uns zu streßig wird.
Er wird in dem Zimmer liegen und auf uns warten, er hat dort seine Decke, er hat Wasser und bekommt was zu kauen. 
Es ist als Kompromißlösung gedacht, denn ich weiß nicht wie ruhig oder eben nicht Lyko bleibt, wenn viele Menschen da sind, man sich umarmt, häufig jemand hin- und her läuft.
Klar Lyko wird in dem "fremden"Zimmer sich nicht zu Hause fühlen, aber wird weniger Streß haben als zu unseren Füßen bei einer Familienfeier, bei der aber trotz vieler Personen niemand Zeit für ihn hat. Still liegen über längeren Zeitraum ist nicht sein Ding.  
In dem Hotelzimmer wird er von daher weniger Streß haben.

Ist das nun "verhundzt" oder "vermenschlicht"?
Das Wohlergehen von meinem Hund steht IMMER im Vordergrund, aber manchmal muß man einfach eine Lösung finden um allen gerecht zu werden. 

Wie seht ihr das? Was würdet ihr machen?

Gruß Silke 


 

Kommentare:

  1. Es ist weder verhundzt noch vermenschlicht. Es ist schlicht und ergreifend unsere Realität und irgendwie muss man ihr gerecht werden und wie Du schon sagst, eine Lösung finden...

    LG Andrea mit Linda

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    1. Hallo Andrea!

      Aber manchmall ist es ganz schön schwer und grad meine Schwester ist immer ziemlich genervt wenn es um Familienfeiern geht..


      Gruß Silke

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  2. Wir leben genauso. Wer Socke nicht will, der bekommt uns - in unserer Freizeit - auch nicht.
    Und es geht irgendwie immer....

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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    1. Ja, bei Freunden/Bekannten kann man das machen, schwierig wird es nun in Familienangelegenheiten.
      Gruß Silke

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  3. Auch bei uns ist es ähnlich. Die Hunde sind Teil unseres Lebens und wir versuchen sie immer mitzunehmen - allerdings sind alle unsere Hunde extrem Restaurant- und Hotel-tauglich gewesen (Laika hat sogar mal eine Hochzeitsfeier mit fast 120 Menschen unter dem Tisch verschlafen).
    Natürlich kann man das nicht immer machen, aber auch dann suchen und finden wir Kompromisse. Sei es, dass nur einer von uns geht, dass wir einen unserer Freunde als Hundesitter einstellen oder eben, dass wir nur kurz irgendwo bleiben. Wir haben es in den letzten 25 Jahren immer irgendwie geschafft uns und den Hunden gerecht zu werden ... und ich hoffe, es wird auch weiterhin so sein.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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  4. Hallo Isabell!

    Ja. Njur sind mir solche Feieren echt zum Kraul geworden, denn ich konnte meine Hunde bisher niemandem anvertrauen, wegen dem Risiko, dass was passiert.
    Somit müssen sie mit und es erweißt sich manchmal echt als Herausforderung und ich stoße nicht immer auf Verständnis, dass ich Beerdigung wegbleibe, weil ich das mit dem Hund nicht gemanaged bekomme, oder wir eben gewissen Anforderungen stellen: z.b ein Zimmer für Hund, etc

    Gruß Silke

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