Dienstag, 15. November 2016

Sprachkurs Hund mit Martin Rütter #7


Hallo zusammen.
Es geht etwas weiter mit Theorie.
Ich habe die für mich interessanten Punkte mal zusammengefasst. Das Kapitel ist um einiges länger und umfangreicher...


Sehen, Mimik & Körpersprache

„Auch wenn Hund die Umwelt zu einem großen Teil mit der Nase wahrnehmen, besteht die Kommunikation unter Hunden sowei zwischen Hund und  Mensch zu einem sehr großen Teil aus visuellen und takilen Signalen. Vorallem die visuellen Kommunikation speilt im Erstkontakt eine wichtige Rolle […]“


Blickfeld und Sehfähigkeit der Hunde
„Hunde können gut hören und riechen, aber auch ihr Sehvermögen ist nicht zu unterschätzen.  Das Auge ist zudem das einzige Sinnesorgan, mit dem etwas aufgenommen und gesendet werden kann.[…] Lange ging man davon aus , Hunde seien farbenblind. Dass sie ihre Welt nicht nur schwarz-weiss sehen, ist mittlerweise erwiesen. Das Auge des Hundes, enthält wie das des Menschen auch Stäbchen und Zäpfen.  Stäbchen sind im Auge zahlreicher vorhanden und zudem lichtempfindlicher, so dass sie für das Sehen in der Dämmerung verantwortlich sind. […] Hunde besitzen jedoch noch eine Licht reflektierende Schicht auf dem Augenhintergrund, das sogenannte Tapetum lucidum. Aufgrund , der Reflektion fällt das Licht ein zweites Mal auf die Stäbchen, weshalb Hunde im Dunkeln besserh können als Menschen. Für das Farbsehen sind die Zapfen verantwortlich. […]
Der  Hund besitzt nur zwei unterschiedliche Zapfentypen, ihm fehlen Zapfen für die Farbe Rot. Der Hund kann daher die Farbe Rot nicht erkennen. Das Farbsehen des Hundes ist mit in etwas vergleichbar mit dem eines Menschen mit einer Rotgrünblindheit .[…]
Soll der Hund z.B. seine Nase einsetzen, wenn er einen Ball in einer Wiese suchen soll, macht es Sinn, einen roten Ball zu wählen. „

Bewegungen erkennen
„Hundeaugen reagieren von Natur aus sehr stark auf Bewegungen.[…]
Die Tatsache, dass ein Hund so stark auf Bewegungen fixiert ist, lässt für mich nur den Rückschluss zu, im Training immer auch mit körpersprachlichen Signalen wie Handzeichen zu arbeiten. Bei DOGS geht ja darum, sich die natürlichen Veranlagungen des Hundes in der Kommunikation bzw. im Training zunutze zu machen. Infolgedessen ist z.B. das regungslose Abrufen wie in der Begleithundeprüfung für mich absurd.“

Das nächste Kapitel dreht sich um die Mimik des Hundes, hier machen die einzelnen Rassen: lang- oder Stockhaarig, Hänge- oder Stehohren und auch die Fellfarbe und Fellzeichnung einiges bei Mimik und demnach auch in der Kommunikation aus.
Es ist ein sehr interessantes Kapitel, aber schwer wieder zugeben.

Ich kann und darf ja auch urheberrechtlich Gründen hier nicht alles abschreiben und diese Kapitel sollen Euch ja nur neugieirg auf das Buch machen und euch eben ausführlicher über das Buch informieren.
Aber meine Beiträger ersetzen nicht den Kauf des Buches,  welches ich Euch wirklich sehr empfehle.
Packt es mit auf die Weihnachtswunschliste!

Gruß Silke

Mittwoch, 9. November 2016

Trickdogging #7

Hallo zusammen!


Da nun jetzt wieder die dunkle Jahreszeit anbricht, es draußen vermehrt kalt und nass ist, so dass man nicht so viel draußen ist wie sonst,  habe ich das Trickdogging wieder mehr in den Fokus gestellt.

Ich bin immernoch dabei mit Lyko den Trick
Feet on my feet and Walk 
einzustudieren.

m 12. Juli 2015, habe ich das letzte Update in Bezug auf meinen Trickdogging mit Lyko gepostet.
Unser Problem lag ja darin, dass ich es nicht schaffte, das Lyko sich mit seinen Füßen auf meine Füße stellte.
Da er ja beengt zwischen mir steht und ich mich dann auch zum "dirigieren" der Füße über ihn beuge, ist das für in eine unheimlich beengte und unschöne Situation.

Nach Rückfragen in Trickforen, wie ich denn hier anders trainieren könnte, hieß es ich solle ein "Fußtarget"-Training machen, d.h. Lyko dazu zu bekommen, wenn ich z.B. Face-to-face zu ihm stehe er mir mit seinen Pfoten auf meine Füße steigt.

Als das gut geklappt hat, habe ich mich dann über ihn gestellt. Bis zu dem Zeitpunkt hatten wir ja auch einiges an Bindungs- & Vertrauensarbeit gemacht und er fand es dann nicht ganz so unangenehm.
Nun versuche ich mehrmals die Woche das zu üben, dass ich über ihm stehe, er sich auf meine Füße stellt. Manchmal legt er sich dann auch hin, aber mein Gedanke dabei ist, dass er eben SEINE Pfoten auf meinen Füßen läßt, egal ob er steht oder liegt.
Und ich konnte gestern dann das erste Mal die Füße mit seinen Pfoten drauf hochheben.

ich war so glückseelig!!! Und ich habe auch daran gedacht, eine Kamera aufzustellen und es zu filmen. Abends beim Hundestammtisch habe ich dann damit "angegeben" und die "boahs" und "Aahs" sind bei mir runtergegangen wie Butter....





Gruß Silke

Sprachkurs Hund mit Martin Rütter #6

Hallo zusammen!

Das Wetter ist inzwischen so kalt und nass, dass auch Fährtenkurse wegen mangelnder Teilnehmerzahl ausfallen. Nugut, habe ich mehr Zeit zum Lesen...
Ich bin ja immernoch beim Buch


 Diesmal geht es um das Kapitel:

Kommunikation über Laute



"[...]Ein Hund, der akustische Laute von sich gibt, tut dies meist zur Unterstützung und Verstärkung seiner körperlichen Signale, mit denen er primär kommunziert.

Bei der Kommunikation zwischen Hund und Mensch entwickeln viele Hunde verstärkte Lautsprache, die vom Mensch oft mit nicht wahrgenommenen körperlichen Signalen unterstützen. Die Körpersprache der Menschen hat sich durch zunehmene sprachliche Gewandtheit und Zivilisation sehr stark reduziert. Wir sind für die rein optische Kommunikation viel unsensibler geworden. [...]

Die Art, mit der Hunde mit uns kommunizieren, entspricht etwa der gleichen intellektuellen Ebene wie bei bis zu zweijährigen Kleinkindern. Genau wie Kinder, können sie viele verschiedene Worte und ihr Bedeutung unterscheiden, aber selbst nicht diffenzierte äußern."


 
Tonlage, Tondauer und Wiederholungsintensität
"Auch die Tonlage, die Tondauer und die Wiederholungsintentisität, in der Hunde ihr Bedürfnis äußern ist wichtig[...]
  •  Tiefe Töne, z.B. Knurren = Bedrohung/Aggression
  •  Hohe Töne , z.B. Winseln =  Gegenteil von Tiefen Töne, hemmen die eigene Aggression.                                        Spielbellen 
  • Wenn ein Hundgroße Angst hat stellt er Lautäußerungen of vollständig ein   
 

 "Knurrt  ein Hund einen anderen Hund an und erreicht damit nicht dessen Beschwichtigung und Rückzug, geht er cvon aus, dass ein Warnsignal nicht verstanden wurde. Der Hund wird akustisch zwar ruhig, geht aber lautlos in einen Angriff über.
Ebenso wird auch ein ängstlicher Hund versuchen, so schnell und still wie möglich zu fliehen, um seinen Vorsprung so groß wie möglich zu halten.
Viele Hund geben bei der Verfolgung von Wild eher hohe Töne von sich, was auch als "Sichtlaut" bezeichnet wird. [...]
Je länger ein Hund einen Ton hält, z.B. je länger er knurrt, desto sicherer ist er sich in seinem Signal und desto sicherer ist er sich auch siener darauffolgenden Handlung:
  • knurrt ein Hund tief und lange, um sein Revier zu verteidigen, wird er sich nicht weichen
  • knurrt er hingegen kurz, ist seine Drohung von Furcht begleitet [...]
  • Knurrt ein Hund im Training tief und lang, sollte man die gerade ausgeführte Aktion, z.B. Richtungswechsel beim Leinenführungstraining sofort abbrechen 
  • Die Häufigkeit der Wiederholungen einer Lautäußerung enthält auch wichtige Informationen über die Erregung und Dringlichkeit"
 In dem Buch wird genauer auf auf die einzelnen Lautsprachen eingegangen.
Ich werde sie nur nennen bzw. ausführlich dazu schreiben, bei Dingen, die für mich persönlich interessant sind...

  • Heulen  
             - heulen aus Einsamkeit
             - Territoriales Heulen
             - Fiepheulen
             - Bellheulen
  • Jaulen
  • Wuffen
  • Bellen  (S. 70ff)
    "[...] Er kann knurrbellen, heulbellen usw. Bellen kann viele Bedeutungen haben, hierbei ist es wichtig, auf die Art des Bellens und die dabei gezeigte Körpersprache zu achten.
 "Ein Hund  bellt z.B. aus folgenden Gründen:
  • aus territorialen Gründen: wachsames, warnendes oder alarmierendes Bellen, Bellen zur Verteidigung
  • Bellen zur Begrüßung
  • zur Korrektur
  • als Aufforderung zum Spiel 
  • aus Unsicherheit"


   Unterschiedliche Bellfreude
"Die Dauer des Bellens kann unterschiedlich sein: 
Ein Hund, der z.B. aus Frustration bellt, kann  ohne Probleme eine Stunde lang. In diesem Fall muss man natürlich die Situation verändern, da sie weder für den Hund noch für den Menschen auf Dauer zumutbar ist."
  • Ausdrucks- und Bellverhalten
"Andererseits gibt es laut Fedderson-Petersen einen Zusammenhang zwischen minischer Ausdrucksfähigkeit und der Ausprägung des Bellverhalten bei Hunden. So zeigen, z.B. die mimischen ausdrucksstarken Alaskan Malamutes nur zwei unterscheidbare Belltypen und bellen wenig.
Pudel, die sehr starke mimische Reduktionen aufweisen, zeigen aber sechs unterschiedliche Belltypen und bellen eher viel.[...]"

  • Wachsames Bellen
"Die meisten Hunde sind ausgesprochen wachsame Tiere, worauf sie zum Teil bei der Domestizierung selektiert wurden. Das wachsame Bellen dient zum einen dazu, andere Rudelmitglieder von einer Gefahr oder einem Eindringling zu warenen, und zum anderen, dem Eindringling anzuzeigen, dass er bemerkt wurde..
         -> Ist ein Mensch durch das Gebell seines Hundes genervt und reagiert mit lautem Geschrei, so fühlt sich der Hund oft nur bestätigt und denkt, dass Herrchen (hihi hier wird nur von Männlichen Personen gesprochen;-) ) genauso aufgeregt ist und mitbellt . So versuchen sich Hund und Halter gegenseitig zu übertönen. Verbietet der Mensch dem Hund das Bellen, fühlt dieser sich mit seiner Warnung nicht ernstgenommen, denn schließlich hat er ja nur eine Gefahr bemerkt. So wird der Hund künftig selbst die territoriale Sicherung übernehmen. Statt desssen sollte man die Warnung des Hundes annehmen und selbst nach dem Rechten sehen."
  • Warnendes Bellen 
  "-> Ein anderer Hund läuft am Haus /Revier vorbei. Als Menschen sollte man auf dieses Bellen insofern eingehen, als man sich die von Hund bemerkte Gefahr anschaut. Der Hund sollte dabei nicht mitkommen, sondern von Weitem zusehen. Der Mensch übernimmt also die Sicherung des Rudels.
  •  Bellen auf dem Grundstück
"Wer kennt ihn nicht, den Hund, der laut bellend am Gartenzaun hin und her läuft, wenn ein Femder den Weg entlang des Zaunes kommt. [...] Damit der Hund dieses Verhalten nicht entwickelt, sollte man ihn niemals allein im Garten lassen. Denn dann fühlt er sich erst recht für die Verteidigung des eigenen Bereichs zuständig, die Menschen haben sich schließlich in die Sicherheit des Hauses zurückgezogen. Ist der Hund zusammen mit seinem Menschen im Garten, kann dieser eingreifen. Immer dann, wenn der Hund bellt, weil er eine sich nähernde Gefahr bemerkt, ruft er seienn Hund zu sich  und legt ihn ab. Danach geht er selbst in Richtung Zaun , um sich zu vergewissern, dass alles in Ordnung ist.Dadurch übernimmt er aus Sicht des Hundes diese wichtige Aufgabe, der Hund kann entspannt im Garten verweilen."
  •  Alamierendes Bellen 
 [...]"->Ein fremder Mann kommt auf das Grundstück. auch hier sollte der Mensch wieder die Aufgabe des Rudelführeres übernehmen und als Erster Kontakt mti dem "Eindringling" aufnehmen. Er klärt die Situation für den Hund."
  •  Bellen an der Haustür  
"Hunde bellen aus unterschiedlichen Gründen an der Haustür. Zum einen könenn hier genauso wie am Gartenzan territoriale Grpnde vorliegen. Der Hund hört einen Eindringling, der sich dem Haus nährt. Er will diesen melden und ggf. fernhalten.
Dieses Verhalten kann aber auch erlernt sein. [...] Dieses Verhalten bringt der Mensch im unbewußt bei. Denn immer wenn es klingelt geht Frauchen zur Tür und unterhält sich dort mit einem Fremden, bzw. holt diesen sogar ins Haus. [....]

  • Alarmierendes Bellen an der Leine 
 "Da geht man ganz entspannt mit seinem Hund an der Leine spazieren, und plötzlich wird asu dem brav hinterhertrottenden Vierbeiner ein bellender und zähnefletschender Hund, der wie wild in die Leine springt. Und das alles nur weil ein anderer Mensch mit seinem Hund entgegenkommt. Der Hund versucht alles, um zu den anderen Hund zu gelangen, und beruhigt sich erst wieder, wenn beide sich in unterschiedliche Richtungen entfernt haben. Der Grund für dieses Verhalten liegt nicht etwa darin, dass der Hund sich an der Leine zusammen mit seinem Menschen stärker fühlt. Denn dann hätte er einen solches Verhalten ja garnicht nötig. Wer sicher und souverän ist, wer sich seiner Stärke bewusst ist, der hat es nicht nötig, sich aufzuregen und den anderen durch ein überdeutliches Demonstrieren seienr Waffen von seiner Stärke zu überzeugen. Ein solcher Hund ist also immer ein eher unsicherer Hund. Viele Hunde fühlen sich an der Leine eingeschränkt, sie können nicht so kommunizieren, wie soe es freilaufend tun würden. der Hudn kann z.B. nicht abdrehen oder einen Bogen laufen und dem entgegenkommenden dadurch signalisieren, dass er keinen Streit möchte. "
  • Bellen zur Verteidigung 
[...] "->Ein fremder Mensch steht vor der Haustür. Als Besucher sollte man  mit diesen Hund keine Konfrontation suchen, da der Hund ernsthafte Konsequenzen folgen lassen könnte. Im Umkehrschluss darf man einen solchen Hund natürlich niemals als Ernsten den Besuch begrüssen lassen, da die Gefahr für den Besucher groß sein kann"
  • Begrüßendes Bellen 
 "->Besuch oder Familienmitglied kommen zur Tür herein. Der Mensch sollte die Begrüßung durch den Hund tolerieren und ihn kurz begrüßen, wenn dieser dabei nicht zu aufdringlich ist. Auf keinen Fall sollte man enthusiatisch auf die Begrüßung des Hundes eingehen, da dieser sonst in seiner Forderung bestärkt wird"
  • Korrigierendes Bellen 
[...]"->Das Kind der Familie tobt zu wild mit dem Hund. In diesem Fall sollte man möglichst, bevor es zu einer Korrektur des Hundes kommt, das Spiel unterbrechen."
  •  Forderndes Bellen
 [...]"->Fordert der Hund mit seinem Bellen den Menschen zum Spiel auf, sollte dieser erst wieder mit ihm spielen, bzw. ihn beachten, wenn der Hund für längere Zeit still gewesen ist.
Wird ein Hund geistig und/oder körperlich unterfordert, kann er aus Langeweile fordernd bellen, es ist seitens des Hundes ein ritualisiertes Bellen. Er bellt als Aufforderung , dass etwas passieren soll. [...]
  • Unsicheres Bellen 
[...]"->Ein Hund bellt auf dem Spaziergang die an diesem Tag herausgestellte Mülltonne an, die der Hnd dort nicht erwartet. Der Mensch kann in diesem Fall einfach zu dem Gegenstand gehen und ihn sich anschauen. Auf keinen Fall darf man den Hund dazu zwingen, sich dem Gegenstand zu nähern. Dies führt in aller Regel zu einem starken Vertrauensverlust dem Menschen gegenüber."

Signal "Ruhig"
"Einem Hund, der sich schnell aufregt, kann man durch das Signal z.B. "Ruhig" helfen, sich zu entspannend. Es signalisiert ihm, dass in dieser Situation keine Gefahr droht und er sich nicht aufregen muss. Viele Hunde empfinden es z.B.  als angenehm, wenn sie gestreichelt werden. Diese Situation kann der Mensch nun mit einem Signal verknüpfen, indem er z.B. während des Streichelns das Wort "Ruhig" ausspricht. Kommt der Hund nun in einen Zustand, der ihn aufregt, kann man ihn mit Hilfe dieses Signals aus seinem Erregungszustand holen, der Hund ist wieder ansprechbar. Beim Aufbau dieses Signals muss der Mensch allerdings beachten, dass er zunächst einem Situationen auswählt, in denen der Hund nur leicht erregt ist. Schritt für Schritt können dann schwierige Situationen ausgewählt werden, bis es auch in Situationen funktioniert, in denen der Hund bisher nicht ansprechbar war."
  •  Knurren
               -Weiches, tiefes Knurren
[...]"->Ein Mensch beugt sich über einen Hund, weil er ihn streicheln möchte. Der Hund fasst in diesem Fall die nach vorn gebeugte Haltung des Menschen als Bedrohung auf. Der Mensch sollte jetzt sofort die gerade ausgeführte Aktion einstellen und sich zurückziehen, da sonst eine ernsthafte Korrektur durch den Hund folgen könnte."

 -Weiches Knurren, aber weniger tief

[...]"->Ein Mensch beugt sich über einen Hund, weil er ihn streicheln möchte. Der Hund fasst in diesem Fall die nach vorn gebeugte Haltung des Menschen als Bedrohung auf.
Dieser Hund ist sich noch nicht sicher, ob er einen Angriff starten würde, bei anhaltender Bedrohung kann es aber genausogut dazu kommen, wie beim weichen , tiefen Knurren. 
Der Mensch sollte daher auch in dieser Situation sofort die  Aktion einstellen und sich zurückziehen, da sonst eine ernsthafte Korrektur durch den Hund folgen könnte."
  • Knurrbellen
[...]"->Ein fremder Hund dringt in das Revier(Garten) des Hundes ein. Als Mensch sollte man auf dieses Knurrbellen genauso eingehen, wie auf das warnende Bellen des Hundes. Man schaut sich die vom Hund bemerkte Gefahr an. Der Hund sollte dabei nicht mitkommen, sondern von weitem zusehen. Der Mensch sorgt in dem Moment für die Sicherheit der Gruppe, er übernimmt die territorialen Aktivitäten."
  •  Schnaufen
"Schnauft der Hund während der Jagd, so zeigt diese starke Erregungan. Zu Beobachten ist das Schnaufen beim Schnuppern und stoßhaften Ausatmen in Mauselöchern. Schnaufen kann aber wie das Knurren ein Warnsignal sein."
  •  Hecheln
"Ein Hund hechelt normalerweise, um einen Temperaturausgleich im Körper zu erreichen. [...]
Hunde hecheln aber auch noch aus anderen Gründen, wie z.B. aus positiver oder negativer Erregung, Streß oder Angst.
         - Stoßendes Hecheln 
"Äußert ein Hund stoßende Hechellaute in Kombination mit längeren Pausen, kann diese ein Zeichen von Imponierverhalten sein.[...]"
  •  Niesen
  • Winseln
"Der Winsellaut wird bereits von einigen Wochen alten Welpen gezeigt als auch von erwachsenen Tieren. Winseln ist ein Zeichen von Unwohlsein, Unsicherheit oder Isolation.  [...]
-Sanftes Winseln:
-ein Hund hat sich die Pfote in der Tür eingeklemmt und winselt.
-Ein Hund winselt, wenn er allein zu Hause ist.

  • Schmerzschrei oder Quicken 
"Hunde schreien nur aus Schmerz oder großer Angst, z.B. vor einer starken Bedrohung. Meist ist bei Hunden, die bei starker Bedrohung schreien, ein früheres schmerzhaftes Erlebnis in einer gar nich gefährlichen Situation die Ursache.

Spielzeug mit Quietschi
"Die Verwendung von Quietschspielzeug kann bei einigen Hunden problematisch sein. Durch das Erlernen von spannenden Situationen im Zusammenhang mti diesen Tönen kann ein Hund die Beißhemmung verlieren [...]"

  • Zähneklappern
Dies kann warnend oder aus stärkerere Erregung heraus passieren, z.B. an einer Stelle, an der vorher eine Hündin markiert hat, leckt er den urin auf und klappert dabei mit den Zähnen.
=> "Der Hund nutzt dabei das vornronasale bzw. Jacobsonsche Organ" - siehe Geruchs -Kapitel) 




Dies war ein sehr umfangreiches, aber sehr interessantes Kapitel, denn hier habe ich viele Verhaltensmuster von Lyko entdeckt.

Gruß Silke 
 


 
 
 

 

Sonntag, 6. November 2016

Sprachkurs Hund mit Martin Rütter #5

Hallo zusammen!

Heute ist eine freier Sonntag, mein Mann ist wegen seinem Hobby unterwegs, draußen ist es regnerisch und kalt, daher kann man sich toll zu Hause einbuddeln und ein gutes Buch lesen  und es sich so richtig gemütlich machen.

Ich habe weiter in dem tollen Buch von Martin Rütter gelesen:
 Das heutige Kapitel heißt:

 

Wie Hunde Signale verstehen 

S. 63
"Ein Hund lernt ein Signal mit Hilfe der klassischen und operanten Konditionierung"

Lernen durch Wiederholungen 
"Hat ein Hund ein Signal gelernt, heißt das noch lange nicht, dass er es auch wirklich im Langzeitgedächtnis abgespeichert hat. Dazu bedarf es vieler Wiederholungen in unterschiedlichen Umgebungen und Situationen. Erst wenn ein Hund ein Signal mehrere tausend Mal ausgeführt hat, hat er dieses Signal wirklich gelernt. Es ist nun fest im Langzeitgedächtnis gespeichert und der Hund wird es, selbst wenn es lange Zeit nicht abgerufen wird, nicht vergessen. Dieses Phänomen kennt wohl jeder, der glaubte unerwünschtes Verhalten des Hundes, abtrainert zu haben. Hatte der Hund vorab das das unerwünschte Verhalten durch ständige Wiederholungen über einen längeren Zeitraum ritualisiert, kann auch nach einer langen Zeit, in dem sich dieses Verhalten nicht mehr zeigte, ein kleiner Auslöser erneut zum unerwünschten Verhalten führen."


S. 64
Unterschiedliche Umgebungen
"Damit ein Hund, ein Signal immer zuverlässig ausführt, muss er generalisieren. Würde man mit einem Hund das Signal "Sitz" immer nur im Wohnzimmer üben, könnte der Hund denken, dass diese Variable zwingend zur Übung dazu gehört. Er wird dann auch immer nur im Wohnzimmer das Signal zuverlässig ausführen, in einem anderen Raum den Menschen jedoch verwundert anschauen, wenn dieser ihm das bekannte Signal gibt.  Damit der Hund lernt, auf welchen Teil der Übung es nun wirklich ankommt, nämlich das Signal "Sitz"und auf das "sich-hinsetzen", muß man nach dem ersten Erlernen immer wieder an anderen Orten trainieren. Zunächst einmal z.B. in der Küche, dann draußen im Garten und schließlich an verschiedenen Stellen draußen z.B. im Park, im Wald oder sogar in der Stadt.Je unterschiedlich hierbei die Räumlichkeiten sind je stärker die Ablenkungsreize gesteigert werden, desto sicherer wird der Hund dieses Signal in jeder Situation zeigen."

Was tun, wenn es nicht klappt?
"Wenn sich beim Aufbau eines neuen Signals Probleme ergeben, muss der Mensch als erstes die Umgebungsvariablen prüfen. Ist der Hund überhaupt motiviert, diese Übungs auszuführen? Ein Hund, der satt ist, wird z.B. kaum Interesse an einem einzigen Futterstück haben. in einem solchen Fall sollte man das Training etwas verschieben und es kurz vor die nächste große Mahlzeit des Hundes legen. Vielleicht kann sich der Hund aber auch einfach nicht auf die Übung konzentrieren, weil die Ablenkungsreize für ihn zu schwierig sind. Draußen im Park gibt es viel mehr Ablenkungen durch fremde  Menschen , Artgenossen oder auch Wild, als z.B. im eigenen Garten. Daher wählt man eine Umgebung mit wenig Ablenkungsreizen für das Training aus und steigert dann die Reize Schritt für Schritt wieder. [...]

Hör- und Sichtzeichen
S. 65
"Die Verständigung durch Laute spielt für Hund gegenüber der visuellen Kommunikation nur eine untergeordnete Rolle. Daher macht es Sinn, dem Hund nicht nur Hörzeichen, wie z.B. das Signal "Sitz" oder "down" beizubringen, sondern jeweils ein passendes Sichtzeichen. Hunde lernen diese Sichtzeichen sehr leicht, weshalb man immer wieder einmal überprüfen sollte auf welches Signal der Hund nun eigentlich reagiert. [...]
Sie können ganz einfach ausprobieren, ob ihr Hund auf Hör- und Sichtzeichen auch einzeln reagiert, bzw. ob für ihn die Kombination entscheidend ist. Stellen Sie sich dazu vor ihren Hund und führen Ihr Sichtzeichen für "Down" aus. Sagen Sie dabei nichts. Legt ihr Hund sich hin, hat er das Sichtzeichen erlernt. Beim nächten Mal soll Ihr Hund sich allein aufgrund des Hörzeichens hinlegen. Da Menschen dazu neigen auch unbewußt körpersprachliche Signale zu geben, sollten Sie sich dazu außer Sichtweite Ihres Hundes hinstellen, z.b. verdeckt durch eine Raumecke. Sprechen Sie ihr Hörzeichen nun deutlich aus. Warten Sie noch 2 Sek. bevor Sie zu Ihrem Hund zurückkehren. Liegt er brav, können Sie davon ausgehen, dass er auch das Hörzeichen verstanden hat. [...]



 Gruß Silke
 

Freitag, 28. Oktober 2016

Sprachkurs Hund mit Martin Rütter #4

Hallo zusammen!

Nach der Hundegegnung, die ich eben im letzten Kapitel über das Buch nachgetragen habe, mußte ich ungedingt wieder  in dem Buch lesen. Ich bin echt etwas erschüttert, und möchte nicht so ahnungslos und planlos wie andere Hundebesitzer sein....

Weiter geht's in :

Wälzen: Parfümieren mit Düften

Es wird unterschieden zwischen
  • Aaswälzen -als Imponiergehabe 
                              -als Sexualverhalten

  • Wälzen auf Rasen, Sand, Teppich ( meist ein Genussverhalten) 


Jetzt geht's ein meiner Lieblingsthemen:

S. 56-57:

Nasenspiele

 "Da der Geruchssinn bei Hunden eine so große Rolle spielt, liegt es nahe, diesen auch für die gezielte Beschäftigung des Hundes zu nutzen. Der Hund kann sein Bedürfnis, die Nase einzusetzen, befriedigen. Zudem werden Emotionen freigesetzt, Richen macht glücklich. Auch Menschen kennen diese Art von Glück, löst der Geruch nach leckerem Essen bei den meisten direkt eine wohlige Erwartung aus. Gerüche können auch Erinnerungen an zu Hause wecken  oder an eine glücklich verbrachte Kindheit. Darf der Hund nun also gezielt die Nase einsetzen und erfolgreich schnüffeln wird er dieses Glücksgefühl auch mit seinem Menschen verbinden, mit dem er gemeinsam unterwegs war, und der ihn auf die Spur oder auf den gesuchten Gegenstand aufmerksam gemacht hat. Schnüffelspiele fördern also ganz besonders die Bindung des Hundes an den Menschen"

Toll finde ich, dass hier nun Variationen vorgestellt werden:
  • Suche nach Gegenständen :
 "Viele Hunde finden das Spiel mit verschiedenen Gegenständen sehr spannend. Diese können aber nicht nur für Apportier- oder Hetzspiele verwendet werden, sondern auch für ein Suchspiel. Anfangs darf der Hund dabei zuschauen, wie der Gegenstand versteckt wird. Der Menscht geht verschiedene Verstecke ab, hinterläßt aber nur in einem die Beute. Als Versteck eignen sich z.B. hohe Wiesenbüschel, Astgabelungen oder Büsche. Damit das Spiel nicht langweilig wird, sollte man immer wieder neue Verstecke auswählen. Hat der Hund die Übung verstanden, kann man eine Signal hinzufügen, z.B. das Wort "Such", und eine schwingende Handbewegung in Richtung des Suchgebiets machen. Fortgeschrittene Sucher können dann auch mehrere Gegenstände suchen. Als weitere mögliche Steigerung der Schwierigkeit läßt man den Hund dann gar nicht mehr beim Verstecken der Gegenstände zuschauen"

Beim Lesen des Textes ist mir sofort der Beitrag über einen Balljunkie-Hund der seinen Ball nun nicht mehr hinterher hetzen darf, sondern suchen muß. Diese Reportage macht aber glaube ich auch anschaulich, wie dann so ein "Suche-nach-Gegenständen-Spiel" aussehen kann...

HIER GEHT's zum Beitrag

  • Schnüffelspur
 "Spuren verfolgen macht Hunden Spaß, dass wissen nicht nur Halter von Jagdhunden. Für den Hund spielt es aber keine Rolle, ob er die Spur eines flüchtenden Kaninchen verfolgt oder eine vom Menschen gelegte Spur. Für diese Spiel benötigt man lediglich eine Wiese sowie ein paar weiche Leckerchen. Der Mench legt auf der Wiese nun eine Spur aus, anfangs sollte er dabei kleine Schnitte machen, damit sich keine großen Duftlücken in der Spur befinden. In unregelmäßigen Absänden läßt er immer wieder einmal ein Leckerchen fallen. Am Ende der Spur erwartet den Hund eine größere Menge Leckerchen oder aber eine andere spannende Beute.  Der Hund soll bei diesen Vorbereitungen nicht zuschauen, denn sonst würde er spätestens beim zweiten Mal  direkt zum Ende der Spur laufen. Nach dem Legen der Spur holt der Mensch seinen Hund und führt diesen an eier längeren Leine zum Start. In der Regel weiß ein Hund bereits nach ein paar Metern was hier von ihm erwartet wird. Soller aber doch einmal von der Spur abkommen, hilft der Mensch ihm einfach wieder auf den Weg zurück, in dem er den Hund anspricht, und mit der Hand auf die Spur verweist."

Ich mache ja sowas in Form von Fährtenarbeit, bzw Mantrailen ist ja auch das Verfolgen einer Spur.
Aber man sowas auch indoor machen. Grad jetzt ind er dunklen Jahreszeit, wo Spaziergänge draußen kürzer ausfallen, verfütter ich manchmal die Futterrationen auf so eine Art und Weise, in dem ich eine Spur von Zimmer zu Zimmer ziehe:
Ich hatte das letztes Jahr als Indoorspielideen vorgestellt:
Indoor Fährtenarbeit

  • Hütchenspiel
"Für dieses Spiel benötigt man einige stabile Plastikbecher und eine ausreichende Anzahl Leckercken. Man beginnt zunächst mit einem Becher. Der Hund darf zuschauen, wie ein Leckerchen unter dem Becher versteckt wird. Danach soll versuchen, an das Leckerchen zu kommen, in dem er z.B. den Becher mit der Pfote umwirft oder mit dem Maul aufnimmt. Nun geht es an das eigentliche Spiel, es kommt ein zweiter Becher dazu. Der Hund schaut zu, wie der Mensch unter einem der Becher ein Futterstück versteckt, danach soll er diesen suchen. Anfangs kann der Mensch dem Hund dabei helfen, in dem er in Richtung des Bechers zeigt. unter dem das Futter liegt. Später soll der Hund alein, mit Hilfe seiner Nase den richtigen Becher herausfinden."



Wieder ein tolles Kapitel, was verständlich geschrieben war... Bisher ist es mein Lieblingskapitel wenn, ich auch nichts neues für mich herausgezogen habe, aber ich finde Nasenarbeit sowas faszninierendes.

Gruß Silke + Lyko


Samstag, 22. Oktober 2016

Sprachkurs Hund mit Martin Rütter #3

Hallo zusammen!
Während Lyko friedlich seinen Schlaf fortsetzt, den er vorhin im Wohnzimmer auf seinem Platz begangen hat,
































 werde ich euch weiter über das Buch Sprachkurs mit Hund informieren.

'Ich kann leider wirklich immer nur ein paar Passagen rausschreiben oder zitieren, obwohl eigentlich jedes Kapitel Wort für Wort interessant und informativ ist.
Das Buch ist wirklich ein Buchtipp und ich habe es ja nur geliehen, überlege aber ob ich es mir doch kaufe umd es zu haben und immermal wieder Sachen nach zuschlagen... 

Im nächsten Kapitel bei dem Buch geht es um das Thema

Beschnuppern: Kontakt mit Artgenossen (ab S.43)

Beim ersten Hundekontakt ist es ja immerso, dass die Hunde sich beschnuppern und es wird erläutert, dass es das Wittern  und das Analwittern  und das Genitalwittern gibt.
Unsichere Hunde mögen Analwittern nicht, legen die Runte runter, den Hintern Richtung Boden gesenkt. Bei sicheren Hunden lassen die Rute oben, schnüffeln vielleicht weiter am Boden oder auch bem dem anderen Hund...

 (Zitat S. 45)
 "Werden Menschen von einem Hund im Genitalberich beschnuppert, drehen sich die meisnten leicht weg, krümmen ihren Oberkörper, sagehn "Pfui, aus!" und zeigen durch ihre Körperhaltung aus des Hundes Beschwichtigung. Der Mensch sollte sich bei einer solchen Begegnung sozial siche rzeigen und - so merkwürdig es auch aussieht- seinen Genital beich nach vorn drehen und sich beschnuppern lassen. Denn wer sich beschnuppern läßt ist sozial sicher.

(Zitat S. 45-46)
Bodenwittern, Lecken, Zähneklappern 
"Das Bodenwittern, Lecken und Zähneklappern hat mehrer Funktionen. Es dient zum einen der   Revierkontrolle als Vorstufe des Markierens oder der Kontrolle der Hitze im Sexualbereich. Das Zähneklappern ist beim Hund immer ein Zeichen von starker Erregung. Der Hund nutzt hierbei häufig vomeraonasale  oder Jacobsonsche Organ, um die verhandenen Botschaften noch deutlicher analysieren zu können. Dieses Verhalten tritt bei Rüden häufer auf, kann aber durchaus auch bei Hündinnen zu sehen sein."

Das Zähneklappern hat mein letzer Hund häufig gemacht, wir hatten das teilweise auch beim ZOS-Training, mein Trainer meinte damals das wäre wenn der Geruch anders/intensiver abgespeichert werden würde.

(Zitat S. 46)
"Das Jacobsche Organ
Hunde, Katzen und Pferde besitzen das vomeronasale oder JAcobsonsche Organ, das sich hiter den oberen Vorderzähne im Maul befindet. Hiermit sic die Tiere in der Lage, Chemikalien geruchlich festzustellen , in dem sie schwache oder wichtige Signale zu einer einfer zu unterscheidenen Form verarbeiten (Neville, 1992)"

Wedeln
ist nicht nur ein Ausdruck von Freude, sondern eine hat eine wichtige Bedeutung bei
"olfaktorischen Kommunikation bei der Duftverbreitung

Kommunikation im Kontext:
  Das steht neben den Bildern:
  1.  Rüde und Hündin zeigen Anal-&Genitalwittern, drehen sich dabei im Kreis.
  2. Die Hündin vermeides das Wittern, dreht sich wet, stellt sich frontal zum Rüden, fixiert.
  3. Dieser legt beschwichtigend die Ohren an, dreh den Kopf weg, worauf die Hündin ebenfalls wegschaut und weggeht.

 Verhalten beim Spaziergang
Hunde brauchen Artgenossen, man soll aber darauf achten, das man die Hunde nicht aus zu großer Entfernung auf einander zulaufen läßt, denn es kann sich aus der Dynamik eine aggressive Situation entwickeln.

Wenn zwei sich nicht mögen
Es kommt auch vor, das zwei Hunde sich nicht mögen, denn auch wir Menschen mögen ja nicht jeden. Man sollte also als Hundhalter auswählen, mit wem der Hund Kontakt haben soll und wem nicht.
"Wer seinen Hund gut kennt, weiß bald um dessen Vorlieben und Abneigungen. Wenn zwei Hund sich nicht mögen, sieht man dies beriets nach weinigen Sekunden."

Ich bin dann mal weg
Unsichere Hunde gehen Begegnungen mit Artgenossen  meist aus dem Weg, wenn sie diese aus der Ferne nicht einschätzen können.
Grad wenn Hunde dann mit Vollgas auf sie zurennen, gibt es für sie nur eine Möglichkeit, nämlich die Flucht zu ergreifen. Es besteht die Gefahr darin, dass daraus ein Jagdspiel, für den anlaufenden Hund , wird.
Damit sowas garnicht entsteht, sollten die Hundehalter ihre Hunde an die Leine nehmen und sich blockierend vor ihren unsicheren Hund stellen  und den fremden Hund wegschicken. .
Dies erleichtert dem unsicheren Hund die Situation und fördert die Beziehung zu seinem Menschen auf den er sich verlassen kann.  

Wenn Hunde sich begegnen...

 

 Das steht auf den Bildern:
  1. Cody (2 Jahre) und Jamie (2,5 Jahre) begegnen sich zum ersten Mal. Es erfolgt ein gegenseitiges Analwittern, bei dem  beide Rüden die Rute anfangs noch leich erhoben haben.
  2. Cody wird unsicher und möchte das Analwittern vermeiden. Er senkt die Rute und wendet den Kopf von Jamie ab.
  3. Cody wendet sich vollständig ab, zieht die Rute ein und macht einen Rundrücken. Doch Jamie ignoriert das Verhalten und schnuppert weiter.

4.Cody zeigt Jamie durch frontales Zuwenden deutlich, dass er nicht weiter beschnüffelt werden möchte. Jamie bleibt daraufhin stehen, verlagert sein Gewicht nach hinten und legt die Ohren leicht an.
5.Cody nutz die Unsicherheit von Jamie, um nun seinerseits im Analbereich zu wittern. Jamie verlagert das Gewicht weiter nach hinten, um schnell ausweichen zu können.
6. Jamie läßt sich nicht weiter geschnüffeln. Er springt in einem Satz mit der Hinterhand von Cody weg und dreht sich ihm frontal zu




 7.Die beiden Jungrüden stehen sich frontal gegenüber. Beide haben die Hinterhand leicht abgesenkt und vermeiden den direkten Blickkontakt. Cody leckt sich die Schnautze, er hat Streß.
8.Um die angespannte Situation zu entschärfen geht Cody in die Vorderkörpertiefstellung und fordert Jamit damit zu einem Spiel auf. Jamie geht darauf ein, indem der selbst wegspringt.
9. Die beiden Rüden starten nun ein gemeinsames Jagdspiel, die Situation ist erst einmal für beide geklärt.


So, das war doch wieder ein spannendes Kapitel, oder?

Bis nächste Woche

Liebe Grüße
Silke & Lyko

NACHTRAG:
Passend zu dem Thema hatte ich vorhin wieder eine Hundegegnung  die mich echt sprachlos macht.
Lyko und ich wollen durch eine Unterführung gehen, als ich sehe dass uns einen andere Hundebesitzer entgegen kommt.
Eigentlich wollte ich zurückgehen, denn gerad bei Unterführungen kann man schlecht ausweichen und Hunde reagieren dann bei der Enge immer etwas anders, ich wie ich erleben durfte.
Ich habe also Lyko zwischen die Beine genommen und gut festgehalten. Der andere Hundebesitzer kam näher und kurz vor uns fängt sein Hund an zu pöpeln. Lyko ließ sich natürlich nicht bitten. Aber ich hatte ihn fest und der ander Hundebesitzer lief an mir vorbei UM DANN ca 2 Schritte hinter mir stehen zu bleiben und atemlos zu fragen: "Alles okay? Alles in Ordnung?"
Ich drehte mich erstaunt um und meinte munter: "Jaja, alles in Ordnung. Ist doch nichts passiert."
Der Mann fängt an mir zu erzählen, dass seine Hündin Probleme mit Schäferhunden hat (ich habe innerlich mal wieder mit den Augen gerollt), denn es gibt einen Hof auf dem Schäferhunde wohnen, denen ich mit vorsicht begegne.
Zuerst war es nur ein Schäfi, nun sind es zwei.
Tja, der Hund des Mannes hat mit diesen Hunden scheinbar auch Problem, der einzelne Schäferhund hat immer die Zähne gefletscht, "obwohl er mit der Rute wedelte"
Die beiden Schäferhunde wedeln nur mit der Rute und O-TON: "Dann sind die ja quasi per DU"
WHAT ?????
 
Ich glaube mir sind in dem Moment alles meine Gesichtszüge entglitten.
Dem Mann und dem Hund sind wir vor ca 2 Jahren mal auf dem Feld begegnet. Die Hund verstehen sich im prinzip schon, beschnuppern sich und ignorieren sich dann gegenseitig. So auch während unserem Gespräch.
 Aber wie kann ich 2 Jahre einen Hund halten und NULLKOMMNULL von der Hundesprache wissen?



 
 

Freitag, 14. Oktober 2016

Sprachkurs Hund mit Martin Rütter #2

Hallo zusammen!

So, das nächste Kapitel in dem Buch von Martin Rütter
"Sprachkurs Hund mit Martin Rütter"

dreht sich um das Thema "Vom Welpen zum erwachsenen Hund". Interssiert mich nun nicht so, falls es Euch interessiert, dann müsst ihr selbst das Buch kaufen/leihen...

Ich mache weiter auf S. 35 

Die Welt der Gerüche

finde ich natürlich spannendender, da ich es zum einen ein total faszinierende Eigenschaft von Hunden finde, zum anderen Lyko Nasentechnisch ja vielseitig auslaste.
Als Beispiel wird hier Fährtenarbeit genannt,

Seite 36
"Daher ist z.B. Fährtentraining eine ideale Beschäftigung für den Hund. Dieser kann sein Bedürfnis zu schnüffeln und Spuren zu verfolgen ausleben und wir dabei sowohl geistig als auch körperlich ausgelastet. Zudem fördert die gemeinsame Beschäftigung die Beziehung zwischen Mensch und Hund. Der Mensch weist seinem Hudn auf die Fährte hin, gemeinsam erarbeitet man sich den Weg und kommt zum Erfolg "

 Markieren: Botschaften übermitteln
Das ist super interessant, denn das ist eben das was wir Hundehalter immer falsch lesen...

S. 38
"Markieren als Territorialer Ausdruck :
            Markieren kann beim Hudn auch territoriale Bedeutung haben. Markiert ein Hund versteckt,        
            kommt danach aus dem Gebüsch und tot so, als wenn nichts gewesen wäre, so kann dies ein
            Zeichen für seinen niedrigen territorialen Anspruch sein. 
            Ein Hund, der im Gebüsch markiert, kann aber auch stark terriorial sein. Befindet sich das
            Gebüsch am Rand des Territoriums,  bildet es sozusagen eine Reviergrenze, die er Hund
            markieren möchte. Solcher Hunde kommt in der Regel mit stolz geschwellter Brust und
            aufgerichter Rute aus dem Gebüsch heruas und unterstützt dann die Bedeutung seiner vorigen
            Handlung oft noch durch auffälliges Scharren und Lautäußerungen , wie z.B. Knurren.[...]
            Dreht der Hund hingegen ständig hin und her und kann sich nicht entscheiden, woe er markieren
            soll, so hat er ebenfalls ein starkes territoriales Bewusstein. ER markiert nicht irgendwo,    
            sondern sucht sich die Stelle genau aus. Hier gibt es allerdings zwei verschiedene Ausprägungen:
            Zum einen gibt es den Hund, der gezielt eine Stelle sucht, die übermarkieren kann.
            Zum anderen gibt es den Hund, der auf keinen Fall dort markieren will, wo andere Hunde schon
            waren.

            Dreht sich der Hund beim Markieren zum Menschen um um schaut ihn an, ist diese Verhalten als
            eine klare Geste an den Menschen gericht, jedoch gibt es auch hier wieder verschiedene  
            Bedeutungen. Zum einen kann der Hund damit ausdrücken: "Das ist meins, hast Du es gesehen?",
            und so einen Besitzanspruch gegenüber dem Menschen ausdrücken.
            Genauso kann er aber auch einen "Zusammengehörigkeitsgefühl" damit verdeutlichen, der
            markiert das gemeinsame Revier"


Am liebsten würde ich auch echt alles abschreiben, weil alles so interessant und spannend ist, aber das geht nicht, daher erläutere ich euch kurz, wie es weitergeht im Text (im Wahrsten Sinne des Wortes;.-)


 

Es geht hier aber auch darum, wie Hund mit dem Setzen ihres Geruchs, durch Urinieren oder Koten umgehen. Sehr spannend




S. 43
Scharren:
Die dritte Form des Markieren ist das Scharren, das sowohl ohne urinieren zu haben als uch häufiger nach dem Urinieren oder Koten vom Rüden und auch von der Hündin gezeigt werden kann. Der Hund steht vor dem Scharren mit allen vier Pfoten aufrecht und imponierend.
 Häufig beobachtet man das Scharren des Hundes, wenn andere Hunde oder Mensche sich in Sichtweite befinden. Falls der andere das Urinieren selbst nicht gesehen hat, kann der scharrende Hund hiermit Aufmerksamkeit bekommen. Manchmal wird dem Scharren auch ein Knurren beigefügt, um den Ganzen noch mehr Bedeutung zu verleihen. 
Oft schaut der Hund in Richtung der andwesenden Hunde oder Menschen und zeigt damit , an wen das Imponierverhalten gerichtet ist. Als Mensch sollte man sich in deisem Fall einfach souverän weitergehen und dem Hund keine Aufmerksamkeit schenken. Wer versucht, das Scharren zu unterbinden, verdeutlciht nru die eigene Unsicherheit. Durch das Scharrenheben die Hund zudem die markierte Stelle hervor, die durch die aufgescharrte Erde an Gerucht gewinnt udn von anderen Hund auch besser gesehen wird. Sie wird zudem durch Absonderung von Schweiß aus dem Schweißdrüsen an den Pfotenballen des Hundes mit dem eigenen Geruch versehen."


Witzig hier, war nämlich heute ein Beispiel auf dem Feld:
Ich bin mit Lyko an der Leine einen Feldweg entlang gelaufen. Vor uns auf dem Weg stand eine Frau mit einem kleinem Chihuahua(-Mix)
Er fing an zu scharren und zu scharren und scharren und schaute dabei in unsere Richtung. Als ich näher kam, hörte ich ihn auch knurren
Ich meinte noch zu der Frau: "Oh, da macht aber jemand auf dicke Hose!"
Sie meinte: "jaja, der hat Schiss wie nichts gutes!"
Klarer Fall von falsch verstandener Hundesprache würde ich mal sagen ;-)


Auch durch Reiben an Gegenständen oder Menschen markiert der Hund das Objekt und kann dadurch Besitzansprüche geltend machen.

Ein wirklich spannendes Thema, wie ich finde. Ich hoffe der Artikel hat Euch gefallen

Gruß Silke