Hallo zusammen!
Heute ist ein Tag, wo ich echt denke ich bin schief gewickelt! Echt!
Folgendes: Ich bin heute etwas später mit Lyko raugegangen, weil ich verschlafen habe.
Ich nehme ihn an die Leine und will aus der Siedlung raus.
Von dort führen ja dann je ein Durchgang zu zwei angrenzenden Parrallelstraßen.
So, ich will zur einen raus, war schon fast auf der Querstraße als mir da eine Frau entgegen kommt, sieht mich, bleibt stehn, nimmt ihren Hund an die Leine und KOMMT MIR IN DEM ENGEN DURCHWEG entgegen.
Klar mein Hund fängt an zu bellen, WEIL er an der Leine alles anbellt UND WEIL wir den Frau und die Hund nicht kennen, sie geht nicht unbedingt in unsere Nachbarschaft und ist somit für Lyko ein Eindringling in seinem Revier.
Dei Frau wirft mir böse Blicke zu, weil mein Hund ihren anbellt und sie zischend versucht ihren zum ruhigblieben zu bewegen.
Ich hätte hier an ihrer Stelle, niemals diesen Durchweg betreten, solange mir da ein Hundehalter und Hund entgegenkommt. Entweder wäre ich etwas abseits gegangen hätte den anderen passieren lassen oder ich wäre außenrum gelaufen und hätte den Durchgang gemieden.
Zweite Situation:
Ich wollte bei uns nur einen kurzen kleinen Weglaufen der in einer Sackgasse endet /Dead End.
Man muß dort umkehren.
Ich sehe eine Frau mit Hund von dem Weg kommen, nehme also Lyko zur Seite stelle mich hinter einer Garagenwand und versuche Lyko davon abzuhalten, den Hund zu sehen und dementsprechend zu bellen.
Die Frau hat mich gesehen und hätte wiederum, abbiegen und über die Parrallelstraße gehen können und somit mir ausweichen, nachdem sie ja mitbekommen hatte, dass ich mit Lyko schon Deckung gegangen bin.
NEIN, sie läuft die Straße die ich gekommen bin und somit direkt an mir, hinter der Garagenmauer versteckt vorbei und wirft mir einen bösen Blick zu als Lyko losgeht und sie anbellt
Ich wäre, wie oben geschrieben, NIEMALS in die Straße gelaufen, wäre anders herum gegangen
Als ich dann diese Sackgasse mit dem Dead End betrete, sehe ich beim umdrehen, als Lyko gerade schnuppert, eine Nachbarin mit ihrem Hund hinter mir herkommen.
Die Frau mit ihrem Hund ist neu dazugezogen und ich weiß, dass Lyko diesen Hund immer verbellt.
Ich denke noch: "Na die Frau wird mir jetzt aber nicht folgen, ich muß ja am Ende wieder zurück", aber doch sie tut es... sie läuft die gleiche Einbahnstraße lang immer hinter mir her.
Ich komme am Ende der Sackgasse an, drehe also um und laufe frontal auf die Frau zu. Sie zieht mit kommen, erschrickt, reißt ihren Hund zur Seite und bleibt stehen.
Ich meine noch zu ihr: "Meiner bellt gleich, dagegen kann ich leider nichts machen", sie guckt panisch auf Lyko, ängstlich auf ihren und meint: "Na solange er nicht herkommt..."
Ich meine locker: "Nee, ich habe ihn fest..." und laufe mit Lyko der stark in die Richtung des anderen Hundes zieht vorbei...und dabei hat Lyko sogar garnicht mal gebellt.
Aber auch hier, wäre ich NIEMALS einem anderen Hundebesitzer in eine Sackgasse gefolgt. Da kann mein Hund so lieb sein, wie er will, der andere Hund könnte ja unverträglich oder ähnliches sein... Für mich wäre klar, der Weg ist belegt und ich muß wo anders lang gehen
Ich bin auch eine die die Straßenseite wechselt, wenn mir jemand entgegen kommt, die auch mal Schlenker einbaut, weil ich Dingen aus dem Weg gehe, die Lyko aus der Ruhe bringen und Streß verursachen.
und nun sagt mir: Bin ich schief gewickelt? Ich finde das normal und das ist für mich verantwortliches Hundeführen....
Gruß Silke
Je weiter der Abstand war, um so besser lief Lutz... aber er folgt eben
sehr seinen Instinkten und Waldgerüche sind nicht unbedingt ideal bei
Jagdtrieb, erst recht nicht, wenn ein Reh den Weg kreuzt;-)
Aber das viele Rennnen, durch die lange Leine, Hang rauf und runter,
das schnüffeln machte Lutz müde.
Mein Mann war der Meinung, er könne ihn nun mal für eine kurze Weile
alleine lassen....
Tja, als er wieder kam, stand das Haus Kopf.
Lutz hat von sich aus die Treppe in den ersten Stock erklommen. Dort
wütete er im Badezimmer, der Store am Fenster war runtergerissen, meine
Hygieneartikel scheinen ideal für den Hunger zwischendurch gewesen zu
sein, meine Schlafanzughose fand mein Mann im Keller wieder.
Verlustmeldung eine Plastiktüte an der Küchentür, eine Küchenrolle....
;-))
Ich machte abends meinen Spaziergang mit ihm an der Schleppleine am
heimischen See. Wasser gefällt ihm ja.
Toll fand ich, dass ich ihn echt Auslauf lassen konnte und er sehr gut
auf Zuruf zurückkommt. Wenn er auch nicht dabeibleibt, aber das kann
man ja noch üben.
Er war ein ungeschliffener
Rohdiamant und für uns nach einer ruhigen, schmußigen Schäferhündin
eine wahre Herausforderung, der wir uns aber gerne mit Geduld und Liebe stellten.
Mein Mann hatte ihn schon ganz fest in sein Herz geschlossen, wenn er
auch etwas "jammerte" über die anstrengenden Spaziergänge...
Am WE ging unser Vorhaben Streßabbau durch Bewegung weiter.... und der Plan geht auf... ich konnte lauter Schlaf-und Entspannungsbilder von ihm machen:
Das waren damals die ersten Tage, wir haben auch hier ziemlich schnell einen Tiertrainer wegen seiner Leinenzerrerei zu Rate gezogen, mußten aber einen Mißgriff einstecken, bevor wir eine wirklich wirklich gute befunden hatten.
Lutz war scheinbar von einem Gelände, denn er war es nicht gewohnt dass jemand ihn ansprach, was mit ihm machte oder was von ihm verlangte, aber mit Geduld und Liebe konnte wir ihn überzeugen und am Ende hatte er so eine feste Bindung dass er überall dort war wo ich auch war, er war mein Schatten.
Dies genoss ich sehr, das er das sehr unaufdringlich tat, er wollte einfach nur in meiner Nähe sein.
Gewitter und Silvester waren der BLANKE HORROR, er hatte panische Angst und damals war zudem noch Fußball WM mit dem ganzen Gehupe und Getröte,....
Wir haben Lutz ohne Probleme in jedem Urlaub dabeigehabt, waren in Tschechien, in Dresden, im Bayrischen Wald, im Schwarzwald, er war bei einer Konfi zugegen, ...
Unser letzter gemeinsamer Urlaub war in Willingen. Dort waren wir damals zum ersten Mal.
Lutz verweigert dort die kompletten 4 Tage sein Futter, frass aber seine Leckerchen, daher habe ich mir nicht viel bei gedacht. Er war sonst munter, machte alles mit und zeigte außer dem Futterveweigern, was ich auf Streß schob, keine sonderlichen Erkrankungszeichen.
Dienstags drauf, wecke er mit wankend und humpelnd und wir fuhren zum Not-TA.
Dieser meinte, er hätte sich das Ellbogengelenk überanstrengt und durch die Entzündung hätte er Fieber daher hatte er gewankt. Er bekam dementsprechende Medikamente.
Ab dem Zeitpunkt bemerkten wir ein verändertes Pinkelverhalten. Das das 24 Stunden anhielt nahmen wir Rücksprache mit dem TA der die Notbehandlung und Weiterbehandlung betreute.
Er meinte, das könnte nicht von dem Medi kommen, aber wir sollten vor dem WE nochmal vorbeikommen, falls es nicht wegging.
Freitags dann war es immernoch nicht weg und wir fuhren wieder hin.
Der TA checkte Lutz nochmal durch, holte sogar eine Kollegin und beide kamen zu dem Schluß dass der Verdacht bestand, dass Lutz Leishmanosie hätte und es schon sehr weit vorgeschritten sei.
Der TA machte eine dementsprechende Blutentnahme und wollte uns am Montag dann Bescheid geben.
Wir waren von der Diagnose sehr verwundert und geschockt, denn Lutz war aus Deutschland und auch regeläßig geimpft und wir hatten 6 Wochen vorher ein großes Blutbild machen lassen, weil wir die Schilddrüsenwerte kontrollieren wollte, weil Lutz etwas zur Gemütlichkeit neigte, was wir wir heute wissen woher es kam.
Damals wurde beim Blutbild keinerlei Auffälligkeiten entdeckt.
Nun diese Diagnose... Wir waren geschockt.
Sonntags dann brach Lutz zusammen, er kam nicht mehr auf die Pfoten.
Wir hatten für den Fall vom TA den Auftag, in die Tierklinik zu fahren, da sie dort schnellere Testmöglichkeiten und Medizinische Hilfen hatten.
Wir fuhren dorthin, die TA meinte, die Diagnose, die wir bekommen hätten, wäre Müll, der Hund hätte ein Anemie, war woher müsste noch rausgefunden werden.
Bei zwei Test kam raus, dass das Blut sich im Bauchraum gesammelt hatte, weil die Leber aufgrund eines Tumors geplatzt war.
Bei einer Punktierung kam noch raus, dass sich bei der Flüssigkeit im Raum 77% Tumorzellen vorhanden war.
Der Hund war nicht mehr zu retten und wir mßten sehr sehr plötzlich nach 2 Jahren von Lutz Abschied nehmen.
Die Tage sei dem ersten TA Besuch war ein emotionales Achterbahnfahren mit einem tragischen, schlimmen und traurigen Ende. Sowas wünsche ich niemanden!!!!
Dem TA haben wir eine Klage wegen Fehldiagnose gedroht, aber hat sein Beruf dann an den Nagel gehängt und seine Praxis weitergegeben unsere Kosten wurden bis auf 100,-€ erlassen.
Dem TA haben wir eine Klage wegen Fehldiagnose gedroht, aber hat sein Beruf dann an den Nagel gehängt und seine Praxis weitergegeben unsere Kosten wurden bis auf 100,-€ erlassen.
Die Bilder unser ZU kurzen schönen Zeit habe ich in einem WEB-Album gesammelt:





