Montag, 18. Mai 2015

Kontrolletti mit Beschützerininstinkt - Das Trainingstagebuch #2



Hallo!

Dieser Blog soll ja nicht zur Unterhaltung dienen, sondern auch für mich,  eine Art Dokumentation bieten, dafür wie meine Fortschritte oder Rückschritte im Training laufen und mir Schlüsselerlebnisse oder Vorgehens-, bzw Herangehensweisen besser einzuprägen

Dazu hole ich etwas aus.
Im Winter, über die Dunkle Jahreszeit, lagen meine Gassigehzeiten (morgens um 5:30) und abends (ab 17:30) immer im Dunkeln .
Die meisten Hunde sind im Dunkeln unsicher und aufmerksamer.
Meine Trainierin, hatte mir bei unserem Erstgespräch tolle Tipps geben, wie ich Lyko auch auf kurzen Strecken beschäftige, auslaste, MICH interessant mache:
z.B. an Häusermauern gibt es immer wieder „Simse“ zu Kellerfenster , Fugen & Ritzen,  Vorgärten sind häufig mit Kies, Kieselsteinen bestreut, oder steht irgendwo eine breiterer Pfeiler, eine Zauneinfassung, ein Denkmal, ein Sockel oder oder oder…
Dazu wollte ich demnächsten eine Photodokumentation zur Veranschaulichung machen.
Dies kann man dazu nutzen Leckern drauf zu streuen, reinzustecken und so den Hund abzulenken, zu beschäftigen oder auszupowern, wenn sich z.B. der Hund immer wieder GROß machen muß, weil er oben von einem Sicherungskasten, einem Sockel ein Leckerchen runterholen muß…
Dies habe ich mir zunutze gemacht, als ich merkte, dass im Dunklen Menschen mit Rucksäcken, Mützen, Kaputzen, Taschen für Lyko immer wieder „Gefahr“ bedeuten, will heißen, wenn sie zu nah an mir vorbeikamen, wurden sie angesprungen, einmal bei ein Mann, der von hinten kam und einfach uns vorbeizwischen wollte, ist Lyko so erschrocken, dass er ihn nicht nur ansprang sondern richtig böse wurde.
Ich bin dann dazu übergangen die Straßenseite zu wechseln und versuchte ihn abzulenken.
Es wurde schlimmer, es betraf dann irgendwann noch Radfahrer und vorbeifahrende Autos, gerade wenn sie auf uns zu kamen, knatternde Motorrräder sind besonders schlimm und LKW oder Traktoren!
Es wurde so schlimm, dass ich ihn nicht mehr halten konnte und auf das Kopfhalfter zurückgriff um eben schnellstmöglichen Einfluss auf ein vorwärtsschießen zu haben, denn mit bloßer Kraft war da nicht mehr viel auszurichten und ich lag in zwei Wochen 4 Mal der Länge nach auf dem Boden!

Das meine Trainerin zu dem Zeitpunkt mit gbrochenem Handgelenk zu Hause und außer Gefecht war, bekam ich ersten einen Termin,  als es abends wieder heller war.
Lyko hat aber nach wie vor ein sehr großen Beschützerinstinkt und mein Training sieht wie folgt aus:
ICH setzte ihn vor der verschlossenen Tür innen im Flur ab,
ich mache die Haustür auf und schaue auch mit deutlichem körperlichen Einsatz, dass draußen alles ruhig und friedlich ist, dann kommt für Lyko das Kommando,  dass er kommen darf.

Tja, hier hatten wir einmal  dass, als er rauskam, ich dabei die Haustür hinter uns zuzuziehen  und im Reihenhaus nebenan, der Nachbar gerade am Briefkasten war und schon bellte Lyko los.
Er hat ein tiefes gefährliches Bellen, ALLE haben Angst vor ihm und der Nachbar ist auch bös zusammengezuckt.
Ich gehe dann von der „Gefahr“ weg, aber meist schaut Lyko noch ein paar mal und braucht ein paar Schritte bis er sich beruhigt.

Für mich gilt, dass ich auf der Seite sein soll die ihn abschirmt, soll heißen: laufen wir an einer Straße, läuft er an der Hausmauer, dann komme ich und dann kommt die Fahrbahn.
Ist da aber jemand auf hinter dem Gartenzaun an seiner Seite , dann sollte ich das bestmöglichst vor ihm sehen und ihn mit Kehrtwendung umdrehen oder mich zwischen ihn und der Person hinter dem Gartenzaun bringen. Funktioniert in Realität NIE, denn er sieht die Person vor mir, bzw. er riecht sie.
Katzen sind auch schwieirig, die haßt Lyko!
Die Katzen in der Nachbarschaft sitzen gerne ziemlich zentral, dass man so oder so irgendwie an ihnen vorbei muß oder „bestenfalls“ sitzt in jeder Richtung eine…

Sollte ein Vorfall kommen, bei dem ich denke dass ich das nicht gehändelt bekomme, soll ich stehenbleiben, z.B. Lyko anbinden und ihn körperlich abschirmen, z.B wenn ein Fahrradfahrer kommt, o.ä. und ihn dann auch frühzeitig Leckerchen hinstreuen als Alternativverhalten:
Du kannst den Fahrradfahrer anbellen, aber um den kümmere ich mich, du kannst derweil Leckerchen fressen.
Klingt theoretisch toll, praktisch funktioniert das nicht…zumindest nicht immer.

Es fuchst mich immens, dass ich an der Leine immer so kämpfe und ich merke, dass ich auch beim Spaziergang total verkrampft bin:
oh gott, da komme ein Fahrradfahrer und schon gehe ich im Kopf eine Checkliste durch:
-bin ich auf der "richtigen" Seite vom Hund,
-bleibt er ruhig, oder solle ich Futter streuen,
-er bleibt ruhig also laufe ich weiter als wäre da garnichts...
in dem Momentn tobt er los und für jegliche Präventionsmassnahme ist es zu spät

kurze Zeit später kommt hinter uns ein Fußgänger...  wieder Checkliste... und diesmal aber Präventionsmaßnahmen, ich streue Futter mache es interesseant.
"Schau mal Lyko, hier super Fein, leckerchen...." quietsche ich hohen Tönen und versuche a) seine Aufmerksamkeit auf das Futter zu lenken, b) in körperlich von dem Fußgänger oder andersherum abzuschirmen.
Aber Lyko interssiert sich nicht die Bohne für das Futter, reagiert nicht auf die Ansprache, sondern erblickt den Fußgänger und springt in die Leine und fällt an zu bellen.
Ich nehme ihn kurz und gehe möglichst weg vom dem Fußgänger... um dann wieder zu versuchen seine Aufmerksamkeit auf Futter oder mich  gelenkt zu bekommen.
Während dessen hat sich eine Katze aus einem Gartenzaun dreister Weise auf die Straße begeben und schon hänge ich wieder in der Leine,... und versuche wieder mit Gegengesetzer Richtung, Lyko vom Bellen abzuhalten.

Ich könnte so weitermachen, es ist sehr anstrengend, man muß immer aufmerksam sein, immer vorrausschauend sein, blitzschnell reagieren und nur nie die Nerven und die Geduld verlieren....


Nun aber zwei für mich persönlich tolle Erlebnisse, die mich grad sehr ermutigen und mich aufbauen durchzuhalten und weiterzu machen. Immerhin ist Rom auch nicht an einem Tag erbaut worden.

Sonntag mittag waren wir auf dem Weg zum Feld. Es war bis dato auch keine Nennenswerten Vorfälle eingetreten, als ich mehr instinktiv merkte, als dass ich es sah, dass da ein Mann hinter einem Wohnwagen stand.  Er war vom Wohnwagen verdeckt.
Ich wechselte also sicherheitshalber die Straßenseiten, nahm Lyko auf die ander Seite, dass ich ihn körperlich abschirmte und versuchte ruhig an dem Wohnwagen vorbeizugehen.
Lyko aber erblickte die Person hinter dem Wohnwagen und ging nach vorne.  Er bleibt dabei meist erstmal kurz auf den Hinterbeinen stehen und ich nahm den Schwung um ihm mit 180°C wendung umzudrehen... Nun war er zwar neben der Fahrbahn, aber es kam erstmal nichts gefahren.  Ich griff in meinen Futterbeutel und legte ein paar Leckerchen auf eine Steinpfeiler.
"Lyko schaumal, hier guck..." quietschte ich lockend, während Lyko sich aber immer wieder umguckte um die Person hinter dem Wohnwagen zu fixieren.
Ich schob in ihn mit meinem Knie mehr zur Seite, damit er nicht so gut gucken konnte, da schaute er dann aber anders herum. Die Leckerchen interssieren ihn nicht die Bohne.
Ich nahm ein Leckerchen und hielt ihm das extakt vor die Schnauze...
Er nahm es, also gab es ein zweites, das nahm er auch, dann hatte ich seine Aufmerksamkeit und konnte ihn auf die Leckerchen auf dem Pfeiler aufmerksam machen.
Als er die gefressen hatte, streute ich ein paar auf den Boden, die sammelte er auf, während er noch mit der Nase auf dem Boden war, schmiß ich das nächste Leckerchen vor ihn.. er ging zwei Schritte und frass das, das nächste flog, auch das wurde gefressen und so streute ich Brocken um Brocken um Brocken den Weg entlang und konnte mich so an dem "gefährlichen " Mann an seinem Wohnwagen vorbeiarbeiten.
Als wir vorbei waren, wurde gelobt und wir gingen weiter als wäre nichts gewesen....


Gestern abend ein ähnlicher Vorfall, ich wollte bei unserer Siedlung raus, muß bei zwischen zwei Grundstücken vorbei auf eine Querstraße. Dort lasse ich Lyko immer absitzen, an einer Stelle, wo er die Querstraße noch nicht einsehen kann, gehe ein paar Schritte, eben die Länge der Leine, schaue ob alles ruhig und gefahrenfrei ist und rufe ihn dann weiter.
In diesem Fall hörte Lyko aber bevor ich sehen oder reagieren konnte, dass dort Personen waren,  er ging also nach vorne und fing an zu bellen, ich machte eine Kehrtwendung in die Richtung aus der wir kamen.
Lyko war aber so in Rage, dass er auch in die Richtung wütend bellte. Keine Ahnung ob da eine Katze im Gebüsch saß, oder was auch immer...
Da lang konnte ich also auch nicht, also wieder in die Ursprüngliche Richtung und Futter in die Hand.
Lyko stand neben mir und ich hielt im das Futter vor die Nase. Er fraß, den nächsten Brocken ließ ich bevor er ihn nehmen konnte, fallen, er fraß ihn vom Boden, ich schmiß den nächsten ein Stück weiter.. er lief hin und fraß ihn und der nächste flog und so ging es weiter an den Nachbarn vorbei...

Das mag für Euch vielleicht popelig klingen, aber das sind für mich "MEILENSTEINE"...
Zwar auch keine Garantie dass es ab jetzt besser wird, aber viele kleine Erfolge sind auch was schönes...


Gruß Silke + Lyko





Sonntag, 17. Mai 2015

Trickdogging #3

Hallo!


Vor ein paar Tagen habn ich ja was von Auslastung geschrieben und jetzt gerade am Wochenende gemerkt, das ICH ausgelastet bin;-))
Ich war gestern bei der Doppelbelastung von Hundauslastung und Haushalt und nach der Woche Arbeit ohne ein langes WE so müde, dass ich von gestern auf heute 13 Stunden geschlafen habe.

Heute haben wir es langsam angehen lassen, mein Mann war heute morgen die erste Runde und hat dort etwas Ball gespielt,  dann wurde endlich mal wieder in Ruhe gefrühstückt,  dann habe ich erstmal endlich mein Mount Bügelberg weggebügelt und als ich dann nach 3 Stunden dann mit allem fertig war habe ich mir Lyko geschnappt um einen ausgiebigen Spaziergang zu machen. Er war dann zwar nicht so lange, wie geplant, weil es doch heißer war als ich vom Thermometer angenommen hatte, aber wir waren 1,5 Stunden weg.
Nach einer kurzen Kaffe und Verschnaufpause habe ich dann die letzten Vorbereitung für unser Grillen heute abend gemacht: Kartoffeln eingelegt, Zucchini geschnitten, Schafkäse mariniert...
Und dann habe ich es endlich geschafft unser ZOS zu filmen:


Lyko muß in einem kleinen Trümmerfeld ein Feuerzeug suchen:

eigentlich machen wir immer 3 Läufe, aber Lyko war noch vom Spaziergang und vielleicht von gestern noch etwas faul somit blieb es bei den zweien.
Bei dem ersten habe ich festgestellt, dass er anfangs eigentlich richtig lag, denn der "DUFT" von Feuer war vorne auch zu richen, denn das Loch in dem das Feuerzeug lag war durchgängig...




Dann noch mein "Slalom durch die Beine"


High Five, Pfote und PENG!




Das ganze WE war leider keine Zeit  für die Aufgaben von meiner Hundeapp: Mydog 365
Hier steht noch meine neue Workshop aufgabe"Steh und warte" zu beginnen und die Tagesaufgabe "Hüttchenspiel" Palette von Joghurtbechern in dem unter umgedrehten Bechern  unter denen sich Leckerchen befinden zu machen.
Aber mir fehlt diese Palette... muß ich morgen beim Einkaufen mal mitnehmen.



Aber ich sage ja: ICH BIN AUSGELASTET, echt ich möchte soooo viel machen, aber es ist so schwer zwischen meiner Vollberufstätigkeit, meinem Haushalt und der vielseitigen Hundeauslastung...


Gruß Silke + Lyko

Samstag, 16. Mai 2015

Fährtenarbeit #2

Hallo!
Heute war der zweite von insgesamt 7 Kursterminen des Fährtenkurses an dem ich mit Lyko teilnehme.

Leider habe ich seit Wochen einen waren Terminmarathon und habe mir bei dem ganzen Chaos, worin ich seit Wochen stecke, mir die falsche Uhrzeit notiert und kam pünktlich eine Stunde zu spät *peinlich*
Wir haben uns diesmal an einem Waldrand getroffen.

Meine Trainerin war schon etwas sauer, weil ich eben die Erklärung zu Beginn verpasst hatte und  sie nach dem Kurs dann auch ein weiteren Termin hatte.
 Ich bat sie jedoch wenigstens einen von zwei Läufen mitmachen zu dürfen, falls es nicht zuviel Vorerklärung bedarf.
Sie nahm sich also einen ihrer mitgebrachten, feuchten Waschlappen, eine kleine Portion von einer komisch aussehenden Masse aus einer Plastikschale, wie sie mir nach einer Nachfrage verriet: frischer Pansen, füllte das in den Waschlappen, dann band sie mit einer langen Schnur den Waschlappen zu, bat mich ein paar von den bunten Markiertfähnchen zu nehmen und ging mit mir auf einen der vielen Waldwege.
Dort erklärte sie, dass ich mir einen Anfangspunkt durch eine Schleifspur im Boden man solle, dann den Waschlappen auf den Boden setzen und ein paar Mal draufdrehten, dass eben die Flüssigkeit den Boden tränkte. Dann die Schnur zwischen die Beine nehmen und loslaufen, dabei den Waschlappen hinter mir über den Boden schlie
Ich könne auch ein paar Schlenker einbauen... was sich dann später während der Fährtensuche als unüberlegt und riskant rausstellte, nach vielleicht 500 m sollte ich den Waschlappen an einem Baum quasi nach oben tupfen und dann dort festbinden.


Sie ging um die anderen weiterzubetreuen und ich machte meine Fährte. Wie gesagt, ich ging einen kleinen Trampelpfad runter um einen schönen Schlenker einzubauen und fand später einen Baum wo ich schon an niedrighängenden Ästen meinen Waschlappen festband, etwa auf Hüfthöhe


Nach einer kurzen Wartezeit wollte meine Trainerin dass ich Lyko aus dem Auto ließ und die Spur ging.
Man geht also zum Beginn der Fährte, und schickt den Hund mit einem Kommando, bei mir ist es "SPUR" los, und dann konnte ich nur noch rennen, weil Lyko die Nase fest auf den Boden loszog wie ein Blitz und da kam wir schon an den Schlenker und ich versuchte alles um nicht auf dem Hosenboden hinter Lyko den Abhang runter den Berg zu rutschen...
Er verlor dann aber dort dann die Spur, weil er vor lauter Eifer zu weit gerannt war. Meine Trainierin meinte, dort untern hätte im ersten Lauf, jemand schon seinen Waschlappen angebracht, daher wäre Lyko irritert.
Ich führte ihn wieder auf den "rechten Weg" und mußte schon wieder rennen....
An dem Baum wo dann auch mein Zielfähnchen war, lief dann Lyko aber voller Elan vorbei um sich einen rießigen Ast zu holen, statt nach dem Waschlappen zu suchen und ich mußte ihn motivieren, in dem ich immer wieder mit dem Händen auf den Waldboden klopfte so seine Aufmerksamkeit versuchte zu bekommen und er dann schließlich und endlich den Waschlappen fand und ich ihm den Inhalt - frischen Pansen anbot.
Leider war das nicht Lykos Geschmacksrichtung.

Ich nahm also mein letztes Fähnchen und den Waschlappen samt Schnur und ging den Weg zurück zum Auto, wo meine Trainerin schon mit dem letzten Hund die letzte Fährte lief.
Meinen Tascheninhalt, den sie durch meine Rennerei  verloren hatte, hatte sie aufgesammelt und ich fand alles auf meiner Motorhaube wieder. ;-)

Ich tränkte Lyko und nach ein paar Abschließenden Worten fuhr ich gehn Heimat.. Auf dem Heimweg überlegte ich mir, dass ich mir doch schnell ein paar billige Waschlappen und etwas Thunfisch im eigenen Saft kaufen könne und heute Nachmittag das ganze nochmal üben.
Was ich auch tat:
Mein HAUL ;-)


Als ich dann heute Nachmittag zum Spaziergang aufbracht, hatte ich zwei Waschlappen heiß ausgewaschen geweils  mit einem Eßlöffel Thunfisch gefüllt und mit einer Plastikschnurr - die eigentlich zum Armbandknüpfen gedacht sein sollte zugebunden, in einer Plastiktüte dabei.

Auf einem ablegenen und wie ich dachte leeren Parkplatz präparierte ich meine erste Fährte, während Lyko im Auto wartete:

Start:


Das ziehen des Waschlappen:




Dann am Ziel den Beutel zum Baum ziehen und dort anbinden:




Als ich zurück zum Auto lief kam mir denn doch eine mehrköpfige Familie entgegen, die werden sich bestimmt gewundert haben, warum da ein Waschlappen im Baum hängt ;-)


Lyko wartet auf das Starsignal:
Er rannte, kaum dass ich das Kommando gegeben hatte auch los, dass ich echt kaum hinterher kam. Ich bin echt keine schneller Läuferin und er galoppierte...

 er ist dann wie morgens kurz am Ziel vorbeigeschossen und ich mußte ihn zurücklocken, dann hat er den Waschlappen gefunden und gezogen:





 bis das Plastikseil riss:-(


Und ich konnte ihm nur widerwillig den Beutel annehmen, mußte den Knoten der sich durch seine Zerrreirei festgezogen hat erstmal aufbekommen und dann ihm den Thunfisch im Waschlappen geben.


Als wir anschließend zurück zum Auto kamen, war dort ein weitere Auto vorgefahren, wo ebenfalls ein Hund drinsaß.
Sie warten, bis ich meinen Hund im Auto hatte, ließen ihre Hündin raus, die dann natürlich erstmal zu mir kam und kaum wegzu bekommen war - klar ich "stank" nach Thunfisch.

Als das Paar samt Hund weg waren legte ich auf dem Weg den sie genommen hatte also in eine andere Richtung eine zweite Fährte. Diesmal bergauf...

Den Schlenker den ich diesmal einbaute nahm Lyko erst auf dem Rückweg war und lief ihn schnüffelnd ab
Ansonsten war er wieder schnell unterwegs und wir flogen den Berg hoch und dort fand er den Waschlappen sofort, aber es war diesmal ein Kampf, weil er ihn echt nicht hergeben wollte, aber ihne mich kam er nicht an den Inhalt...
Auch das zweite Seil hat er durch grobes ZErren vom Ast abgerissen.
Naja die Seile kosten nichts und können jederzeit ersetzt werden


Nach einer Trinkpause packte ich Lyko ins Auto und wir den Rest zum Wald hochgefahren wo wir den 1ser Weg liefen.
Z'um Fotografieren war ich zu faul, ich habe nur die zwei Bilder gemacht...


Lyko und ich sind nun beide müde und ausgepowert und er ist schon im Traumland:


Gruß Silke + Lyko

Donnerstag, 14. Mai 2015

Alles tooo much ? Wieviel Auslastung ist normal/gut/richtig?

Hallo zusammen!

Dies wird wieder ein länger, vermutlich für Euch etwas konfuser Text.
Aber es soll darum geht, ob wir heutzutage zuviel mit unseren Hunden machen.
Es geht im Grunde genommen um die Aussage folgenden Textest

Wir wollen Agility machen, nicht der Hund

Also, wie ihr in meinen Beiträgen lesen könnt, mache ich viel mit meinem Hund.
Ich bin voll berufstätig, täglich 11 Stunden weg.
(Nein so lange ich Lyko nicht alleine, mein Mann schafft Schicht und ist tagsüber maximal 4 Stunden weg, dann zu Hause und dann nochmal weg, wenn ich heimkomme.)
Mein Mann geht mit dem Hund spazieren, und betätig ihn sportlich: spielt Frisbee oder jetzt im Sommer fährt er an den See und läßt ihn schwimmen a
aber für Kopf- & Nasenarbeit bin ich zuständig.
Meine Hauptzeit für den Hund liegt im Abend, wenn ich nach Hause komme und eben am WE


Mit Lutz war ich ja in einem ZOS Kurs und habe da gelernt wie man es konditioniert und nach und nach aufbaut. Dieses mache ich mit Lyko seit Anfang des Jahres nun eigenständig nach
Das wird etwas einmal die Woche geübt.

Seit  Ende April bin ich in eime 7 kursigen Fährtenkurs, dem aber vermutlich ein Fortgeschrittenenkurs folgen wird.
Aber auch hier muß bei Spaziergängen "Hausaufgaben" gemacht werden, das mache ich auch 1-2 in der Woche 

Außerdem gehen wir einmal im Monat zum Mantrailen.

Meine Spaziergänge versuche ich abwechslungsreich und auspowert zu gestalten und trotzdem höre ich immer wieder von anderen Hundebesitzern: "der hat Power, der muß mehr bewegt und ausgelastet werden"
Außerdem mache ich abends 1-2 mal in der Woche  noch ein paar Einheiten Trickdogging.
Man kann also sagen, dasss ich jeden Abend auf irgendeine Weise gute 2 Stunden Auslastungsprogramm mit meinem Hund mache.
Er kommt 3 mal am Tag ausgiebig raus 

Kollegen, Freunde und auch meiner Familie fällt regelmäßig die Kinnlade runter, wenn sie so meine Aktivitäten mit Hund hören.
Ich gebe zu, da geht wirklich mehr als ein Feierabend drauf.
Ich will mich nicht beklagen, mir gibt das unheimlich viel, ich liebe die Zeit mit Lyko spüre das Vertrauen und die Bindung, die in dem dreiviertel Jahr in dem wir ihn haben.
Das macht mich unglaublich glücklich und treibt mir Freudentränen in die Augen.


Aber mache ich vielleicht zuviel?
Andere gehen abends ins Fitnessstudio um  einen Ausgleich zu haben und runterzukommen.
Ist es bei mir der Hund? Ist es von mir egoistisch ihn zum Ausgleich meines Job "zu nutzen"?

Ist es Rasseabhängig wieviel Auslastung ein Hund wirklich braucht?
Oder dient es zur Problembekämpfung?
Ist es blöd sich überhaupt solche Gedanken zu machen?

Ein Beispiel:
Nachbars von uns haben einen "reinrassigen Mischlung", es ist alles drin was klein ist und gerne bellt: Dackel, Pinscher, Chiwawa, Jack Russel etc.
Dieser Hund bellt und bellt und bellt und bellt.
Die Bezugsperson (Frau Nachbarin) und kann es schnell stoppen, aber nicht verhindern.
Die Frau ist den ganzen Tag zu Hause, sie geht einmal die Woche in eine gemischte Hundegruppe wo die klassische Unterordnung geübt wird, ansonsten kommt der Hund tagsüber 3 mal raus, mininmal zum nächsten Rasenplatz, maximal eine Runde um den Block,
Wäre dem Hund gedient wenn er mehr Auslastung erfahren würde?? Würde er davon auch ruhiger?

ABER mein Hund pöppelt momentan, bei der Auslastung, siehe oben auch alles an!
Meine Hundetrainerin sagt, es liegt evtl. an der zuwenigen Sozialisation in der 8-12 Woche UND er hat ein Kontrollverhalten und einen Beschützerinstinkt.
Ich arbeite dran und denke es wird besser, aber vieles wird trotzdem verbellt.

Was ist mit den Hunden die nur mehrmals am Tag rauskommen, aber kaum Ansprache bekommen, egal ob auf dem Spaziergang oder zu Hause und trotzdem kein Problemverhalten zeigen, super horchen und alles in allem zufrieden erscheinen...?


Wieviel ist dran an der Aussage:
"Nur ein ausgelasteter Hund ist ein glücklicher Hund?" 

Ich bin neugierig auf Eure Antworten?

Liebe Grüße
Silke + Lyko

Nachtrag: ich bin noch auf folgenden Interessanten Artikel gestoßen

Überbeschäftigter Hund







Dienstag, 12. Mai 2015

Trickdogging #2

Hallo zusammen!

Ich schrieb ja vor ein paar Tagen, dass ich bei dem warmen Wetter abends eher kürzere Spaziergänge bevorzuge und lieber zu Hause dann Auslastung über Trickdogging oder Deckentraining mache.
Etwas orientiere ich mich dabei, an der Hunde App über die ich über Isarhunde gestolpert bin .
Am Samstag war dort Tagesaufgabe : Sprung über den Arm
Springen kann Lyko sehr gut, aber meist springe ich vor und er springt hinterher, daher war das eine Aufgabe die ich erstmal von Anfang an aufbauen mußte.
Ich nahm also einen Besen legte ihn mir im Knien auf und hackte ihn in der Verankerung meiner Wäschespinne im Garten ein und lockte Lyko mit seinem Ball rüber und nüber...
Seht selbst: (Sorry um den Lärm im Hintergrund, bei uns wird grad eine Kreisverbindungsstraße in der Nachbarschaft gebaut)



Das übte ich übers WE und heute traute ich mich, die Stange höher zu legen, so auf Sitzhöhe unsers Gartenstuhls. Zur Motivation warf ich diesmal Fleischwurststückchen. Damit ging es besser als mit seinem Lieblingsball
Okay, das ist zwar kein Arm, aber Lyko kennt nun das Kommando und das springen, ich werde nun versuchen meinen Arm neben den Besenstiel zu halten und das irgendwie auszutauschen.


Ein Workshop bei der Hundeapp war das "Deckentraining" Es war über drei aufgaben auftteilt:
1.) Decke/Korb positiv verstecken
2.) Schicken und wieder rauslocken
3.) Auf Distanz schicken und bleiben.

Das klappt im Prinzip gut,  Wir haben das letztes Jahr trainiert, in dem er dort immer warten mußte, wenn sein Spielzeug versteckte... das klappte zum Lernen besser als das trockene Trainieren,
Aber ich habe den Workshop trotzdem mal gemacht und das so sieht das bei uns aus...


Außerdem habe ich unserem aktuellen Trick Füsse kreuzen trainiert.

Mein "Peng"-Video ist leider zu dunkel geworden, man hört zwar was, aber sieht nichts, das muß ich nochmal draußen filmen, das sind die Lichtverhältnisse besser
Heute abend habe ich dann mit den letzten Käsestücken die ich noch hatte mal angefangen Lyko mit den 8er Bewegungen durch die Beine zu locken, ich will dann mal das Slalom durch die Beine trainiern.
Super schön  fand ich dass Lyko es überhaupt nicht mehr schlimm findet, wenn er durch die Beine läuft oder zwischen meinen Beinen steht, das war vor einem Dreivierteljahr überhaupt nicht möglich....
Es ist ja eine unangehme Übung, weil die meisten Hunde es nicht so gerne habe wenn jemand über ihnen steht, aber dasss Lyko es nun zuläßt sehe ich als Vertrauensbeweis .


Es macht so Spaß mit dem Hund Tricks zu lernen, ich muß echt aufpassen dass ich nicht zu viel mache.
Auch wollte ich Euch ein Video machen von unserem ZOS Übungen. Ich habe mein Trümmerfeld draußen und es fing da leider ab an zu regnen, also gibt es das wann anders...

Gruß Silke + Lyko

Montag, 11. Mai 2015

Hundeerziehungs-Dschungel

Hallo!

Als ich am Samstag mit Lyko unterwegs war, ich habe ja in meinem Beitrag Unterwegs #5 davon berichtet, bin ich ja wie geschrieben auf eine andere Hundehalterin gestoßen.
Sie war total begeistert von Lyko und ich platzte innerlich vor Stolz als ihr Hund einem Reh hinterherjagt und ein paar Minuten verschwunden war, ich bei Lyko aber das Nachjagen verhindern konnte.

Als wir dann später aber an Pferdekoppeln kamen, nahm ich meinen bis dahin super folgsamen Hund an die mitgeführte Flexileine und ab da kamen dann die Probleme.
Pferden begegnen wir bei uns häufiger, da bei uns auf der einen Feldseite eine Reitstall ist und die Pferde nebendran auf Weiden grasen und Freilauf haben.
Ich hatte bereits einmal den Vorfall, dass Lyko ein Pferd dass, als wir ankamen, neugierig auf den Zaun zugtrottet kam und Lyko nach vorne schoss und bösartig bellte. Ich hatte ihn damals an der Leine.
Mein Mann hatte in freilaufend, als eine Pferdepflegerin kam, zwei der Pferde von der Koppel holte und Lyko hinraste und bellte, nicht mehr ansprechbar war und die Pferdepflegerin die größten Probleme mit den scheuenden Pferden hatte.

Die Frau am Samstag meinte dann nur, ich solle doch Lyko Fuß nehmen, was aber unter dieser Ablenkung nicht einfach war. Leinenführigkeit ist ja etwas was wir gerade trainieren.
Die Frau meinte, dass müsste aber trainiert werden und welchen Erziehungsstil ich anwenden würde.

Ich schaute sie an und wußte nicht genau was ich antworten sollte, den ich erziehe Lyko nicht nach Erziehungsstilen sondern eher nach Methoden die wirken und diese so sanft wie möglich erfolgen.


Momentan habe ich zwar eine Trainerin die nach Martin Rütter's D.O.G.S gelernt hat und auch praktiziert, aber es kommt etwas auf den Hund drauf an.

Mit Lutz waren wir bei einer Hundeschule die Thomas Baumann Erziehungsstilen arbeitet.
Im Nachhinein war es gut und richtig, ich hatte damit Erfolg und eine Super Bindung zu ihm.

Der Unterschied, ist z.B. dass Lutz am Kopfhalfer lief, der Blickkontakt zu Artgenossen die Probleme machten (er war nicht verträglich) wurde über zoppeln am Halti und Kopfabdrehung vom Halter gesteuert. Wenn dann trotzdem gerüpelt wurde, wurde es auch mal heftigem am Opfhalter gezogen und auch mal ein Wasserspritzer als Abbruchsignal eingesetzt.
Das machte meist der Trainer, ich hätte das nicht gekonnt. Und Wasser fand Lutz toll und nahme es nicht als Massregelung.

Meine jetzige Trainierin empfahl mir anfangs das  Halti Harness weil sie sagt, das Ruckeln am Kopfhalfer sei nicht gut für die Nackenmuskulkulatur. Ich kaufte mir eins, kam damit aber nicht klar und ging zum Kopfhalfer über, aber nur zum führen, nicht zum ruckeln und ich brachte wenn Lyko nach vorne geht dann auch über Kommando ihn zum aufhören, so wie ich es auch bei Lutz machen sollte.
Dies möchte meine Trainerin nicht mehr, denn sie sagt, dass der Hund ja nicht wirklich versteht was ich sage, sondern er merkt nur dass er Aufmerksamkeitbekommt und das soll er nicht für Dinge die er nicht machen soll.
Er bekommt Lob für Dinge die er toll macht und wird ignoriert für Dinge die er falsch macht!

Ich muß sagen, das fällt mir sehr schwer, denn mir ist es immer unangenehm ihn wild bellend und dopsend aber ignorierendn an Müttern mit Kinderwagen,  anderen Hundehalter, etcetcetc vorbeizuführen. Meist rutscht mir doch ein kurzes energisches "Schluß!" raus und Lyko ist dann auch zu 90% still...

Vorhin bin ich dann bei befreundeten Menschen auf Google+ vorbeigesurft und bin dabei auch bei die auch eine Hundeschule führt auf den YT Kanal von Animal Learn  aufmerksam geworden.
Diese Trainingsmethode kenne ich von meiner allerersten Hündin. Sie ist sehr sanft, ähnlich wie die, die ich nun mit Lyko anwende und geht über positive Verstärkung und viel Lob.
Leider habe ich es noch geschafft die beiden Bücher über die Calming Signals von Turid Rugaard  mir zuzulegen, ich habe jedoch die beiden CDs  die ebenfalls die Körpersignale des Hundes erklären, aber leider nicht, wie ein Halter damit umgeht, Hündisch-Deutsch (oder so ähnlich).

Sehr umstritten aber doch durch ihrer Rudel-Einstellungs-Geschichte ist Maja Nowak.
Sie hat(te) immer mal ähnlich wie Martin Rütter eine Fernsehsendung.
Sie hat ihre Erziehungsstil sich selbst angeeignet, in dem sie Wolfsrudel beoachtet hat und außer ihren Zischlauten, finde ich ihre Art der Erziehung gut. Einmal habe ich eine Folge gesehen, da war ein Hund der ähnliche Probleme hatte, wie Lyko sie auch  an den Tag legt, z.b. in fahrende Autos zu springen, alles und jedes anzubellen. M.N. erklärte damals es sei ein Leithund und ich beobachtet solche Sachen bei Lyko auch. Er ist immer der Hund der voranrennt, immer der jenige der andere besteigt und unterdrückt, derjenige der knupfft und begrenzt...
leider war mir damals der Trainingsansatz nicht aussagekräftig genug erklärt.

Wo wir bei Fernsehsendungen sind, habe ich damals als wir Lutz neu bei uns hatten  Holger Schüler empfohlen bekommen.
Er hat bereits zwei Bücher herausgebracht, von dem ich das erste "Menschen an der Leine" gelesen habe. Auch habe ich ihn mal auf einer Tiermesse live gesehen und mit ihm anschließend geredet.
Er ist wahnsinnig teuer und so wirklich kann ich seinen Erziehungsstil nicht einordnen.
Was ich mir bei ihm gemerkt habe ist, dass der Hund einen festen Liegenplatz braucht, dass ich der jenige bin der bei der Haustür zuerst rausgeht, checkt und dann den Hund holt und der den Hund notfalls auch mal körperlich begrenzt.
Da wäre ich dann auch schon bei Mirko Tomasini der immerwieder bei Tiere suchen ein ZuHause mit Erziehungstipps oder Diskussionsbeiträgen gerufen wird.

Manuela Zeitz ist ebenfalls Hundetrainerin, die ich aber über ihr Forum Trickschule kennengelernt habe. Sie arbeitet auch nur über positive Bestärkung ist nicht unbedingt mit Mirko Tomasinis Erziehugnsmethoden einverstanden, sie lehnt Gewalt in der Hundeerziehung ab.

Hier schließt sich der Kreis und ich bin wieder am Anfang.

Die Liste mit Experten könnte ich ewig weiterführen:
-Udo Gansloßer
-Dorit Feddersen-Petersen
-Jan Nijboer
-Ute Blaschke-Berthold
Aber über FB habe ich gelesen, dass das Hundemagazin SitzPlatzFuss in seiner Oktober-Ausgabe zu den Experten einen Artikel oder eine Serie schreiben will.
Darauf freue ich mich und das Heft werde ich mir gerne holen.


Wie steht ihr zu den Erziehungsstilen. Habt ihr Favoriten, oder Erziehungsstile die euch überhaupt nicht zusagen?

Gruß Silke + Lyko





Ausgesperrt

Hallo!

Als wir gestern beim Grillen waren, ist mir eingefallen, dass ich Euch von einer "spaßigen" Episode mit Lyko erzählen kann.

Also Lyko kann Türen öffnen, falls er in einem Raum ist und man die Tür zwischen ihm und uns zumacht, springt er auf die Klinke und macht die Türen auf.
Brisant gerade wenn man z.B. auf dem Klo ist...

Er kann es nach innen und nach außen.
Daher ist bei uns immer die Haustür abgeschlossen und wenn wir zu Hause sind steckt dann auch immer der Schlüssel.

Als wir vor ein paar Wochen die Grillsaison eröffneten, habe ich Lyko, weil er an dem Tag so wild und verspielt war, vorsichtshalber im Wohnzimmer eingesperrt, damit der nicht an den Grill kam und ein Unfall passierte.

Nun war aber ein paar Tage vorher der Fensterbauer dagewesen und der Griff der Terrassentür war frisch geölt und super leichtgängig.

Lyko passte es natürlich ÜBERHAUPT nicht, dass er drinnen war und wir draußen und machte, was er sonst auch machte und sprang auf den Türgriff, der unter seinem Gewicht nach unten klappte und somit waren wir AUSGESPERRT!

Mal ein Bild zur Veranschaulichung - damals war Lyko draußen und wir drin und die Tür war gekippt... und er wollte unbedingt zu uns...

So, wat nun?
Griff wiederhochdrücken kann Lyko nicht.
Ich habe mich also nach hinten, neben dem Gartenhaus am Ende des Garten zwischen Regentonne, Abflußrohr und Efeu aufs Hintere Grundstück gearbeitet und bin vorne herum zur Haustür.
Tja der Ersatzschlüssel brachte ja nichts, WEIL unser Schlüssel steckte ja von innen.

Meine Nachbarn vorne saßen im Garten und waren ebenfalls am Grillen und bat dort um einen Metallkleiderbügel.
Mein Nachbar kam mit dem Gewünschten und einem Ledergürtel und wir versuchten über das einzig gekippte Fenster, das Klofenster, ins Haus zu gelangen.
Nachdem mein Nachbar dann noch eine kleine Trittleiter geholt hat, weil die Mülleimer vor der Tür nicht genug Stabilität brachten, ging es los:
Einbrechen ins eigene Zuhause! ;-)

Mit dem Drahtbügel konnte man nichts ausrichten, denn der Fenstergriff läßt/ließ sich nur bewegen, wenn das Fenster im Rahmen RANGEZOGEN ist.
Mein Nachbar kam auf die Idee aus dem Gürtel eine Schlaufe zu machen, und sie dann mit der Gürtellänge über die Fensterbreite durch Ranziehen des Fensters zu bewegen.
Dieser Plan ging auf, nach ungefähr einer Millionen Versuche, nachdem der Gürtel abrutschte, ich meinen Arm klemmte....

Aber es gelang uns das Fenster ranzuziehen, den Griff in die Wagerechte zu ziehen, den großen Blumentopf zur Seite zu drücken ohne dass er auf den Boden fiel und ich konnte ins Haus.


Das war echt aufregend und so spaßig das anhört, mir ist ganz schön die Muffe gegangen...
Was wäre z.B. wenn noch etwas auf dem Herd gestanden hätte...
Zu Not hätte ich ein Fenster einschlagen müssen und das dann ersetzen.

Den Haustürschlüssel lasse ich seit diesem Erlebnis nicht mehr stecken, dass man wenigstens mit dem Ersatzschlüssel ins Haus kann.

Gruß Silke